Final Fantasy VII

Cover von Final Fantasy VII

Review

Final Fantasy VII sollte zunächst für Nintendos N64 erscheinen. Square entschied sich aber aufgrund der geringen Modulkapazität von Nintendos neuer Konsole, und wohl auch wegen der Sache mit dem 24 MBit Modul für FF6, dagegen. Die Pläne für das N64-FF7 wurden verworfen, Square kündigte ein neues FF7 für Sonys PlayStation an.

FF7 hatte für damalige Verhältnisse gute Grafik und von allen FFs die komplexeste, vielleicht sogar beste Story. Der bisherige Charakterdesigner Yoshitaka Amano wirkte hier nur am Rande mit, verantwortlich für das Charadesign war hier Tetsuya Nomura, der realistische Charaktere bevorzugt, wovon man allerdings aufgrund der noch unausgereiften Technik nicht viel sieht. Zum ersten Mal schaffte es ein FF auch nach Deutschland, allerdings schienen die Übersetzer nicht so recht zu wissen, mit welchem Meisterwerk sie es zu tun hatten, recht lustlos wurden hier die Dialoge übersetzt, manche Sätze wurden gar nicht aus dem Englischen übersetzt, teilweise gab es schwerwiegende Rechtschreibfehler, überflüssige Buchstaben und Sätze, die kaum Sinn ergaben. Trotzdem zählt für viele FF7 klar als eines der Highlights der Reihe.

Die komplexe Story über Umweltverschmutzung, das Leben des Planeten, einen Kampf zwischen einer Rebellengruppe und einem übermächtigen Konzern, ein legendäres Volk, Genexperimente, eine alte Fehde und eine durch Illusionen und Wunschträume vernebelte Vergangenheit spielt in einer Welt, die eine sehr gut ausbalancierte Mischung aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft darstellt. Die Hintergründe in FF7 sind alle gerendert, die Personen im Spiel werden als Polygonfiguren dargestellt. Die Technik war allerdings noch nicht so ausgereift, die 3D Figuren sind allesamt recht simpel aufgebaut, und sehr spärlich texturiert. Die Kämpfe werden in 3D Arenen ausgetragen, in denen die Charaktere größer und detaillierter sind, als im eigentlichen Spiel, dazu gibt es noch nett gemachte Magieeffekte, die sich auch heute noch sehen lassen können.

Das Kampfsystem knüpft von der Qualität her wieder an FF5 an: das Rüstungssystem beschränkt sich auf eine ausrüstbare Waffe, einen Armreif als Rüstung, und ein Zubehörteil. Die Waffen und Armreife haben Schächte, in die man Magiekugeln, sogenannte Materia einsetzen kann, die den Charakteren verschiedene Fähigkeiten verleihen, die sich durch das Sammeln von AP noch verbessern. Beim Verteilen der Materia hat man freie Hand, und kann so seine individuellen Heldentrupps zusammenstellen. Leichte Verständlichkeit und viele Kombinationsmöglichkeiten machen das Materia-System zu einem der besten der Reihe.

Fazit

FF7 dürfte für viele der erste Final-Fantasy-Teil gewesen sein. Wer ihn noch nicht gespielt hat sollte dies schleunigst nachholen, ein innovatives Spielsystem und eine exzellente Story fesseln einen wochenlang vor den Bildschirm.