Final Fantasy XIII

Cover von Final Fantasy XIII

Review

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Das Spiel

Wie bereits in den früheren Spielen, werden auch in Final Fantasy XIII wieder eine Vielzahl an Charakteren auftreten. Ingesamt umfasst es 6 spielbare Hauptcharaktere und viele Story relevante Nebencharaktere. Jeder der Protagonisten besitzt seine eigene Geschichte, persönliche Beweggründe und zugeschnittenen Fertigkeiten. Die Mentalität der Figuren schwankt hier hierbei zwischen mutig und ängstlich, bishin zu aufgedreht oder führsorglich. Traditionell wie Square Enix sich verhält, fehlen natürlich auch die Antagonisten nicht, die versuchen unseren Helden das Leben schwer zu machen. Mehr über die auftretenden Figuren findet ihr in unserer Sektion: Charaktere.

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Die Story

Die Menschen der futuristischen Oberwelt „Cocoon” wurden bislang von den Fal'Cie (Farushi) beschützt - mächtigen, gottgleichen Maschinenwesen. Als es unter den verschiedenen Anführern zum Streit kam, erschuf eine der Gruppen ihren Zufluchtsort „Cocoon”, welcher seitdem über Pulse schwebt und so den Namen Oberwelt bekam. Ihre Macht und unerschöpfliche Kraft stieg ihnen über die Jahrhunderte hinweg jedoch zu Kopf und sie errichteten ein menschenunwürdiges Unterdrückungssystem. Sie deportierten unliebsame Bürger zur Abschreckung anderer und zur Absicherung ihrer Macht in die Unterwelt „Pulse”. Hier haben die ausgestoßenen eine Wahl zu treffen. Entweder sie erfüllen einen von den Fal'Cie gegebenen Auftrag und werden zu Kristallen, oder sie wollen oder können es nicht erfüllen und werden zu Cie, Monstern, die den Göttern bedingungslos dienen müssen. Jeder Auserwählte besitzt ein Tattoo auf seinem Körper, welches sowohl die Zugehörigkeit als auch die verbleibende Zeit der eigenen Mission aufzeigt. Sollte ein L'Cie innerhalb dieses Zeitraumes seinen Auftrag nicht erfüllen können, wird er zu einem Cie. Jeder der Welten besitzt seinen eigenen Auserwählten. Während Fang und Dajh Angehörige Cocoons sind, gehören Serah, Lightning, Vanille, Snow, Sazh und Hope zu den Dienern von Pulse.

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Gameplay

Anders als normale Menschen, besitzen die L'Cie die Fähigkeit sogenannte Eidolons zu kontrollieren. Jeder besitzt eine eigene Beschwörung. Welche das ist, hängt stark von der Persönlichkeit des Benutzers ab, ist also letztendlich eine Repräsentation seines eigenen Ichs. Die Eidolons besitzen eine mechanische Form und transformieren sich innerhalb des Kampfes. Das ruht auf der Tatsache, dass sie von den Fal'Cie erschaffen wurden, welche ebenfalls ein maschinenähnliches Aussehen aufweisen. Zwar besitzt jede Beschwörung ein eigenes Element, jedoch ist der eigentliche Kampf actionlastiger und setzt mehr auf physische Angriffsstärke. Eine weitere Neuerung ist das Kampfmenü. Das von früher bekannte Auswählen von Techniken und Items wurde abgeschafft und durch den Einsatz von bestimmten Tastenkombinationen wie „Pfeil nach oben + Kreis” oder „Pfeil nach unten + Kreis” ersetzt. Dadurch werden die Kämpfe schneller. Mit der linken Schultertaste kann man seinen Mitstreitern Befehle zuteilen, die sie dann automatisch im Kampf einsetzen. Diese Funktion kann beliebig oft gewechselt werden, sodass die Aufgabenverteilung, je nach Situation, neu koordiniert werden kann. Es gibt sechs mögliche Bereiche, die den Charakteren zugewiesen werden können: Kommando stärkt alle physischen und magischen Angriffe der Truppen, Verwüster verbessert die Verkettung einzelner Attacken, Schildwache erhöht die physische und psychische Abwehr, Heiler erhöht die Kraft heilender Zauber und Gegenstände, Zusammenarbeit stärkt die Mitglieder direkt durch Aufbesserung der Ausdauer, Kraft, Abwehr und der Saboteur erhöht beim Einsatz spezieller Kampftalente die Erfolgsrate der gesamten Gruppe.

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Sobald die Charaktere in einen Kampf verwickelt werden, wechselt die Kameraperspektive in den Kampfmodus, welchem eine rundenbasierte Spielmechanik zugrunde liegt. Jede Aktion nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Anhand einer eingeblendeten Zeitleiste, kann man sehen, wieviele Aktionen und Angriffe man noch in seinem Zeitfenster einsetzen kann, bevor der Gegner mit seinem nächsten Angriff an der Reihe ist. Die ATB (Activ Time Battle)- Leiste ersetzt die gewohnten MP(Mana Points). Jede Aktion und jeder Zauber werden der Leiste abgezogen. Während einige Angriffe eine geringe Zeit in Anspruch nehmen, werden anderen die gesamten ATB-Punkte aufbrauchen. Die Leiste in in Bereiche selektiert. Während des eigentlichen Kampfes, hat man die Kontrolle über eines der Mitglieder, während die anderen vom Computer gesteuert werden. Ein weiterer wichtiger Punkt, ist der neue Stagger Mode. Bei jedem Kampf sammeln die Charaktere einen prozentualen Wert, der sich entweder erhöht oder vermindert. 100% ist der Standartwert. Wenn 150% erreicht wurden, macht der Charakter 1,5fachen Schaden, bei 350% 3,5fach und so weiter. Es ist also ratsam, seine Staggerprozente durchgehend so hoch wie möglich zu erhalten. Unter der Lebenspunktleiste gibt es zusätzlich noch eine TP-Leiste. Diese ist wieder unterteilt in verschiedene Bereiche. Die ersten beiden Felder sind dabei kleiner als die Folgenden, um weitere Aktionen zu sichern. Die Leiste ist für die gesamte Gruppe. Eine Beschwörung kostet beispielsweise drei TP Felder. Nach einem gewonnenen Kampf wird ein Auswertungsbildschirm angezeigt, welcher in Final Fantasy XII nicht vorhanden war. Hier werden die erhaltenen Items und TP-Punkte aufgezeigt. Des Weiteren wird man je nach benötigter Zeit mit einem Sternsystem benotet, welches indirekt Einfluss auf den Erhalt von Items hat. Zusätlich ist daran noch das Trophysystem gekoppelt. Obwohl die Kämpfe nichtmehr in Echtzeit ablaufen, wird eine kleine Karte angezeigt, die den, während des Kampfes, abgetrennten Bereich zeigt.

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Das Crystarium-System dient der Entwicklung der Charaktere in ihrer Rolle im Paradiqm-System. Das gewohnte Aufleveln der Charaktere ist in Final Fantasy XIII nicht mehr vorhanden und wurde komplett durch das neue System ersetzt. Durch gewonnene Kämpfe erhält man Punkte, welche dann im Crystarium investiert werden können. Das System ist ebenfalls in 6 Bereiche aufgeteilt und besitzt die selben Auswahlmöglichkeiten wie beim Paradiqm, man kann seine Punkte also auf die gewählte Rolle setzen, um seine Fähigkeiten zu verbessern. Der Nachteil dabei ist, dass man bestmöglich nur ein Gebiet verbessern sollte, um die Figur nicht zu verskillen. Wenn man entschieden hat, dass ein Charakter eine heilende Funktion einnehmen soll, wäre es also sinnfrei ihn sowohl heilen als auch Angriff zu lehren. Wenn man sich bis in die Mitte vorgearbeitet hat, steigt das Level und neue, bessere Fähigkeiten stehen zur Auswahl. Man trainiert also nicht seine Figur, sondern vielmehr die Rolle in die er schlüpft. Dies dürfte für einige ungewohnt sein, ist aber letztendlich das selbe System.

Eine weitere Neuerung ist das Reform-System, welches unabhängig des Crystariums, die Waffen- und Ausrüstungsgegenstände verbessert. Im Laufe des Spiels erhält man diverse Items, die man zur Verbesserung benötigt. Aufbesserung, ist nur an bestimmten Orten und ab einem gewissen Spielfortschritt möglich. Die Anwendung ist dabei denkbar simpel. Man untersucht die verschiedenen Waffen und erfährt, welche Inkredenzien zur Herstellung vorhanden sein müssen, die Items unterscheiden sich hierbei in ihrer Auswirkung auf die Waffe. Bei einem Upgrade erhält die Waffe Erfahrungspunkte und ab einem bestimmten Zeitpunkt ein Level Up. Einige Items besitzen einen Multiplikator und erhöhen die EXP durch einen festgesetzten Wert. Mit einem Level up ändert sich auch der Name und das Aussehen der Waffe, so können auch die Ausrüstungsgegenstände verbessert und verändert werden. Neue Motive oder ein neuer Schnitt sind einige der Möglichkeiten. Die Items erhält man durch Schätze, im Shop oder durch besiegte oder beklaute Gegner. Seltene Ressourcen bekommt man außerdem in den Nebenmissionen der Kristalle.

Das Missionssystem bezieht sich ausschließlich auf die Jagd nach bestimmten Monstern. Um eine solche Mission zu starten, kann man einen der vielen Obelisken aktivieren, die auf Gran Pulse zu finden sind. Jeder der von einem Ring umfassten Kristalle bietet ein anderes Monsterquest. Obwohl der Spielverlauf von Final Fantasy XIII linear aufgebaut ist, kann man also frei entscheiden wann man welche Kreatur jagen möchte. Bei den Obelisken handelt es sich um sogenannte Cie Leichen, Verstorbene, die ihre Mission nicht abschließen konnten. Deine Aufgabe ist es nun also ihnen die Bürde abzunehmen und den Auftrag abzuschließen. Bei Aktivierung erhält man Erinnerungen in Form von Monsternamen, dem Fundort des Monsters, sowie den Schwierigkeitsgrad der Mission. Da sich in dem Areal mehrere Monster aufhalten, besitzt die gesuchte Bestie ein Missions-Zeichen über dem Kopf. Während einige der Missionen erst ab einem bestimmten Rang auswählbar sind, können die bereits absolvierten Quests jederzeit wiederholt werden. Für die Absolvierung gibt es Belohnungen verschiedener Art: von Ausrüstungen, über Accessoires, normalen Items, bishin zu Materialien für das Reform-System.

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Trailer

 

Fazit

Bereits vor dem Release erntete Final Fantasy XIII viel Kritik, da vielerorts zu lesen war, dass es seinem berühmten Namen nicht gerecht wird. Es sei viel zu linear und es gäbe kaum Nebenmissionen, war dabei oft zu hören. Doch man darf nicht außer Acht lassen, dass es sich bei der Final Fantasy Reihe um ein J-RPG handelt und nicht um ein typisches West-Rollenspiel mit offenen Arealen und Welten. Nach dem offensichtlich stark westlich orientierten Teil XII greift man nun auf alt bewährtes zurück, was auch seine Nachteile mit sich bringt. Die starke Linearität wirkt oft sehr beklemmend und einengend sodass sich der Spieler seiner Handlungsfreiheiten beraubt fühlt. Doch im Gegenzug dazu wird eine fantastische Geschichte erzählt, die den Spieler mit ihren tiefen Emotionen und den spannenden sowie häufigen Wendungen komplett in seinen Bann zieht, denn es ist stets die Story, die das Herzstück von Final Fantasy bildet. Teil XIII ist vielleicht nicht der beste dieser berühmten Serie, aber ohne Zweifel ein würdiger Ableger der seinem Namen alle Ehre macht.