Soul Blazer

Cover von Soul Blazer

Review

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Die alten Weisen erzählen spät in der Nacht von einem König, welcher durch die Versuchung des Bösen zerstört wurde.
Das Imperium von Freil, wie das Land damals genannt wurde, wurde vom mächtigen König Magridd regiert.
Die Mehrheit der Bevölkerung hielt den König für gutherzig und gnädig. Manche sahen ihn jedoch als einen machthungrigen Tyrannen an.
Eines Tages belauschte der König zwei Wachen, welche über einen Mann namens Dr. Leo sprachen. Sie bezeichneten ihn als großartigen Erfinder und Genie.
Der König verbrachte viele schlaflose Nächte damit, sich auszumalen, wie er die Dienste des Erfinders sich zu nutze machen konnte, um noch reicher zu werden.
Plötzlich hatte der König eine Idee. Er befahl seinen Wachen, Dr. Leo gefangen zu nehmen, und ihn sofort auf das Schloss zu bringen!
Dr. Leo wurde spät in der Nacht zum Schloss gebracht.
Der König schloss ihn in einem kleinen Raum ein, und befahl ihm eine Maschine zu erfinden, mit welcher man den König des Bösen, Deathtoll, herbeirufen konnte.
Als Dr. Leo die Maschine fertig gestellt hatte, trat der König sofort mit Deathtoll in Verbindung in der Hoffnung einen Pakt mit ihm schließen zu können.
Nach vielen Tagen war der Pakt besiegelt. Der König wollte Deathtoll alle Lebewesen von Freil bringen, um als Gegenleistung ein Goldstück für jeden zu erhalten.
Einer nach dem anderen verschwanden die Menschen aus Freil. Schon bald war das gesamte Land wie leergefegt.
Zwei Personen beobachteten den gesamten Vorgang. Der Meister, und Du, sein Schüler.
„Der König war sehr töricht, mit dem Bösen zu handeln. Es liegt nun an dir, auf die Erde hinab zu steigen, und sie wieder zu beleben!”, sagte der Meister.
Auf einem Strahl des Lichtes steigst du zur Erde hinab... Ein Krieger, welcher geschickt wurde, um Leben zu beschützen und das Böse zu vernichten. EIN SOUL BLAZER.

 

Die Story

Der König des Reiches Freil, Hagridd, ließ den genialen Wissenschaftler Dr. Leo entführen, und zwang ihn, ihm eine Maschine zu bauen, mit der er mit dem Dämonenkönig Deathtoll Kontakt aufnehmen konnte. Mit diesem schloss er dann einen Handel ab: Er brachte Deathtoll sämtliche Lebewesen von Freil, und erhielt für jedes ein Goldstück. Der Meister (eine Art Gott) hat jetzt seinem besten Schüler (einem Soul Blazer, daher auch der Titel des Spiels) befohlen, die Lebewesen zurückzubringen, und Deathtoll zu besiegen. Das Besondere an der Story ist, dass der Spieler sie komplett im Intro erfährt, und im Spiel nichts wesentliches mehr dazu kommt (außer in Kapitel 6, wo man unter anderem den König und Dr. Leo treffen kann).

Screenshot 1 Screenshot 2

 

Gameplay

Bei Soul Blazer handelt es sich um ein RPG mit Echtzeit-Kampfsystem.
Der Spieler schlüpft in die Rolle des Schülers, und versucht in insgesamt 6 Gebieten die Lebewesen (Pflanzen, Tiere und Menschen) wieder zu beleben. Am Ende gelangt man in ein 7. Gebiet, in dem es dann zum Endkampf gegen Deathtoll kommt.

Die Wiedererweckung der Lebewesen geht dabei folgendermaßen von statten: Man gelangt in ein neues Gebiet, das zunächst komplett ohne NPCs ist. Von dort gelangt man dann in die Kampfgebiete, wo man dann verschiedene Monster-Generatoren findet. Wenn man alle Monster, die aus einem solchen Generator kommen, besiegt hat, wird entweder ein neuer Weg innerhalb des Gebietes eröffnet, oder ein neuer NPC erscheint im Stadtgebiet. Am Ende des Gebiets wartet dann ein Endgegner, durch den man das Oberhaupt der Stadt erwecken kann.

Screenshot 3 Screenshot 4

 

Das Kampfsystem des Spiels ist mehr als simpel. Durch einen Druck auf die Aktionstaste schlägt der Held mit dem Schwert in einem Halbkreis vor sich. Ansonsten kann man das Schwert nur noch gerade vor sich halten. 
Das Magie-System ist hingegen interessanter: Der Held lernt im Laufe des Spiels verschiedene Zauber, die er mit einem Tastendruck auslösen kann. Ungewöhnlich ist dabei, dass der Zauber nicht vom Helden selbst ausgeführt wird, sondern von einer blauen Kugel, die ohne Kontrolle durch den Spieler um den Helden herumfliegt. „Bezahlt” werden die Zauber mit Juwelen, die von besiegten Gegnern hinterlassen werden. So ziemlich das einzige Sidequest des Spiels besteht darin, acht Runen zu finden, die man dann gegen ein Item eintauschen kann, dass die Magiekosten aufhebt. Allerdings wird man dieses Item sowieso so gut wie nie brauchen, da es im gesamten Spiel nur sehr selten einen Grund gibt, Magie einzusetzen.

An Ausrüstung erhält der Spieler mehrere Waffen und Rüstungen, die zwar teilweise Spezialeffekte haben, jedoch meist nur in dem Gebiet benötigt werden, in dem man sie gefunden hat.

Leveln ist in SB fast unmöglich, da die meisten Monster aus den Monster-Generatoren kommen, und damit nicht respawnen. Erst direkt vor dem letzten Endgegner gibt es eine Möglichkeit, bequem mehrere Level aufzusteigen.
Zu erwähnen bliebe dann noch die sehr kurze Spielzeit. Wenn man will, kann man SB bequem an einem Wochenende durchspielen.

Screenshot 5 Screenshot 6

 

Fazit

Soul Blazer ist simpel. Fast das gesamte Spiel über macht man nichts anderes, als auf seinem Aktionsknopf rumzudrücken, um Standard-Attacken auszuführen. Dennoch kann das Spiel Spaß machen, wenn einem klar ist, worauf man sich einlässt. SB beeindruckt weder durch eine einfallsreiche Story, noch durch ein abwechslungsreiches Kampfsystem. Wenn man Spaß daran hat, Monster totzuprügeln, oder einem das langsame Entstehen der Städte gefällt, kann man sich mit SB gut amüsieren. Mir jedenfalls gefällt das Spiel, woran nicht zuletzt die kurze Spieldauer „schuld” ist. SB ist ein nettes Spiel für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Komplexeres hat.