Final Fantasy V

Cover von Final Fantasy V

Review

Der fünfte Teil der Reihe erschien 1992, zunächst allerdings nur in Japan. Erst 1998, als die FF Anthology mit PSX Fassungen von FF5 und FF6 in den USA erschien, gab es auch eine englischsprachige Variante von FF5, die Übersetzung ist beschämenderweise nicht so gut gelungen wie die inoffizielle der Romversion. Obwohl das Charakterdesign ziemlich schwach ist, und sich Verbesserungen in Grafik, Sound und Story in Grenzen halten, gilt FF5 als eines der besten FFs, da es eines der ausgeklügeltsten Kampfsysteme hat.

Für das Kampfsystem wurde das Jobsystem aus dem dritten Teil übernommen und verfeinert: Man hat wieder eine Truppe aus vier Leuten, von denen man jedem eine Klasse zuweisen kann, die sein Aussehen, seine Fähigkeiten und die Ausrüstung, die er tragen kann, verändert. Natürlich sind einige neue und originelle Klassen dazu gekommen. Neben den Klassen gibt es noch erlernbare Abilities, die man erhält, wenn man in einer bestimmten Klasse AP sammelt. Ist eine Ability erst erlernt, kann sie auch verwendet werden, wenn der Charakter die Klasse wechselt, was übrigens keine CP mehr wie in FF3 kostet. Durch das Kombinieren verschiedener Abilites ist es möglich, seine individuellen Kämpfer zu schaffen, so kann man einen Knight mit den Abilities Steal, oder White Magic zu einem Ritter machen, der auch heilen oder stehlen kann. Die Anzahl der Abilities, mit denen man einen Charakter ausstatten kann ist natürlich begrenzt, man kann höchstens drei auf einmal haben. Das Kampfsystem ist recht komplex und lässt unzählige Kombinationen von Klassen und Abilities zu, was zu mehrmaligem Durchspielen anreizt. FF5 ist vom Schwierigkeitsgrad her etwas höher angesetzt als der Vorgänger, Levelaufladen ist hier also Pflicht.

Grafisch wurde FF5 etwas verbessert, Charaktere, Städte, Hintergründe und Magieeffekte sehen besser aus als im Vorgänger. Die Qualität des Soundtracks ist wieder mal gut, besonders die Battle Themes überzeugen. Die Story von FF5 ist nichts weltbewegendes, aber schon recht gut, die anfangs noch simple Kristallstory wird während des Spielverlaufs komplexer, hier sind auch die Hintergrundgeschichten und Vergangenheiten der Charaktere schön in die Story eingebettet. Das einzige Manko im Spiel ist das Charakterdesign, von den fünf Hauptcharakteren ist leider keiner dabei, der einem noch nachhaltig in Erinnerung bleibt.

 

Fazit

FF5 sollte jeder Rollenspieler einmal gespielt haben, allein schon wegen des tollen Kampfsystems. FF5 war damals ein recht schöner Rückblick auf die älteren FF-Teile, bevor Square mit FF6 in eine etwas andere Richtung ging.