The Legend of Zelda: Skyward Sword

Cover von The Legend of Zelda: Skyward Sword

Review

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Einleitung

Mit etwas Verspätung trudelt bei uns nun auch das Review zum neuesten Titel der fast schon legendären Spielereihe von The Legend of Zelda ein. Nintendo hat uns freundlicherweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt, was wir natürlich eingehend durchleuchten wollen – zusätzlich gibt es auch ein guten Anlass zum Feiern, denn unser kleiner Held im grünen Gewand feiert dieses Jahr sein 25. Jubiläum. Für ein derartig langes Bestehen bekam die von Shigeru Miyamoto ins Leben gerufene Spielereihe von 1986 in diesem Jahr allerlei Beachtung geschenkt in Form von eigenen Spielmusikkonzerten, einen Nintendo 3DS im schicken Zelda-Design, eine umfangreiche Enzyklopädie und natürlich den neuesten Spieltitel für die Wii: The Legend of Zelda – Skyward Sword. Der mittlerweile 16. Teil der Hauptreihe erzählt die Vorgeschichte zum erfolgreichsten Spiel The Legend of Zelda – Ocarina of Time und die Herkunftsgeschichte des mächtigen Master-Schwertes.

Bereits seit 2007 befand es sich in Entwicklung und wurde erstmals 2009 auf der E3 vorgestellt. Im August 2010 konnte man Skyward Sword dann bereits kurzzeitig anspielen und viele Messebesucher waren durchaus gewillt, 4-5 Stunden dafür anzustehen. Seit dem 18. November ist das Spiel bereits in Europa erhältlich in einer Special Edition, dem ein orchestraler Soundtrack mit ausgewählten Stücken aus den unterschiedlichsten Spielen beigelegt ist und einer Limited Edition, wo neben dem Spiel auch eine goldenfarbene Wii Fernbedienung vorhanden ist – schick verpackt in einer stabilen Box. Leider ist Letzteres zum jetzigem Zeitpunkt nur noch erschwerend erhältlich und zu einem mitunter teuren Preis. Wer vorhat, sich eine Limited Edition zu kaufen sollte jetzt noch Ausschau halten, denn diese werden zum neuen Jahr hin nicht mehr nachproduziert – auch die Special Edition mit CD bekommt 2012 keine grossartige Nachlieferung mehr. Stattdessen wird dann nur noch eine normale Spielversion käuflich zu erwerben sein.

In den folgenden Abschnitten wollen wir nun herausfinden, ob sich das Warten auf den Nachfolger gelohnt und Miyamoto sich zum Ende der Nintendo Wii Ära erneut übertroffen hat oder ob Skyward Sword schwächelnd den vorangegangenen Teilen hinterherhinkt.

25th Anniversary Box Cover

 

Story

Die Geschichte beginnt mit einer Erzählung von einer einstigen, epischen Schlacht zwischen den Bewohnern der Erde und dem Bösen, was eines Tages aus dem Boden hervorbrach und zugleich Leid und Zerstörung mit sich brachte. Zahlreiche Ortschaften wurden dem Erdboden gleichgemacht und auf wandelnden Pfaden des Bösen wurde jegliches Leben ausgelöscht – alles nur zu einem Zwecke: die unendliche Kraft der Göttin zu erlangen, welches in der Lage war alle erdenklichen Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Um diese Kraft vor Missbrauch des Bösen zu schützen, sah die Göttin hier nur einen Ausweg. Sie hob das Land mit den verbleibenden übrigen Bewohnern von der Erde hoch in den Himmel über den Wolken hinaus. Im Anschluss daran wurde der Kampf fortgesetzt und das Böse konnte erfolgreich verbannt werden – diese alten Überlieferungen erzählt man sich in der heutigen Zeit unter den Menschen.

In einer weiteren Szene sieht man jenes Böse erneut aus der Erde hervorbrechen und entlädt einen markerschütternden Schrei, welches noch in weiter Ferne zu hören ist. Die Szene wechselt zu zwei riesigen Vogeltieren, die über eine friedlich anmutende Inselgruppe hinwegfliegen – hier beginnt auch das Abenteuer eines jungen Mannes namens Link, der sich in einer Vision dem bösen Ungetüm gegenüberstehen sieht, bevor er aus dem Bett stürzt und erwacht. Eines der Vögel überbringt ihm einen Brief von seiner Freundin Zelda, der Tochter des Bürgermeisters und erinnert ihn an der heute stattfindendenVogelreiter-Zeremonie, bei dem ausgewählte Schüler der Ritterschule teilnehmen um in die Oberstufe aufsteigen zu können und nebenher einen eigens gewebten Schal von Zelda zu erhalten. Jedoch verläuft die Zeremonie nicht gänzlich ohne Störung, denn Link's Rivale Bado in Kooperation mit seinen beiden Freunden Rax und Stru unternehmen alles, um ihn am Sieg in besagter Zeremonie zu hindern, denn Bado selber – der viele Stücke auf Zelda hält – kann nicht mitansehen, dass sie und Link eng miteinander befreundet sind. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, Link's Vogel zu entführen und in einer Höhle festzuhalten. Doch unser wagemutiger Held kann all diesen Hindernissen trotzen und am Ende trotz unfairer Aktionen der Rivalen als Sieger hervorgehen. Doch die Freude darüber währt nicht allzu lange, denn nachdem Link gemeinsam mit Zelda in Zweisamkeit die Zeremonie vollendet haben und auf ihren Vögeln zurückfliegen, geraten sie in einen tosenden und bedrohlichen Wirbelsturm. Zelda wird hinfortgerissen und Link erwacht in seinem Bett im Wolkenhort. Zwischenzeitlich hatte er auch eine Vision von einer mysteriösen Gestalt, die ihm mitteilt, dass die Zeit nun gekommen ist...und so macht sich Link auf, um nach der verschollenen Zelda zu suchen.

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Gameplay

Für The Legend of Zelda: Skyward Sword wurde ein vollkommen neues Steuerungselement entwickelt, wodurch es letzten Endes im Gegensatz zu Twilight Princess auch dieses Mal exklusiv nur für die Nintendo Wii entwickelt wurde – dabei handelt es sich um Motion Plus. Dieses System erlaubt es euch, eure Bewegungsabläufe mit der Fernbedienung exakt auf den Spielbildschirm zu übertragen – habt ihr also Link mit gezogenem Schwert vor euch und ihr macht eine Bewegung nach oben dann schlägt Link auch in genau diese Richtung zu. Aufgrundessen habt ihr diesmal die Möglichkeit, präzise Schwertschläge auszuüben und ein nie zuvor dagewesenes Spielgefühl zu erleben.

Motion Plus ist auf zwei verschiedenen Wegen möglich: Entweder ihr besitzt eine Wii Fernbedienung Plus – dort ist Motion Plus bereits eingebaut und entsprechend mit einer Beschriftung am unteren Ende der Wii Mote gekennzeichnet – ansonsten müsst ihr ein Wii Motion Plus Adapter käuflich erwerben für rund 15-16 €. Meistens bekommt man zum Adapter auch eine neue grössere Silikonhülle dabei – den Adapter steckt ihr dann einfach an der Fernbedienung da an, wo üblicherweise das Nunchuk angeschlossen wird, und letzteres dann eben an den Adapter. Das Spiel startet nicht, wenn es zu Beginn kein Motion Plus registriert von der Fernbedienung aus – demnach ist es unverzichtbar in jeglicher Hinsicht. Dank Motion Plus könnt ihr nicht nur in nahezu perfekter Präzision mit dem Schwert den Monstern den Garaus machen, sondern dies auch für andere Sachen benutzen wie Bogen, Schleuder oder die Fernsteuerung eines fliegenden, roboterartigen Flugtieres, welches man gezielt für bestimmte Zeit steuern kann um bspw. Gegenstände aufzuheben oder Schalter zu betätigen.

Im Prinzip könnte man das Spiel sogar im Stehen spielen und mit vollem Körpereinsatz sich jeglicher Gefahren, die sich Link in den Weg stellen erwehren – allerdings ist wohl damit zu rechnen, dass man nach einigen Minuten ganz schön ins Schwitzen kommt. Wem das also zuviel ist, der kann sich auch einfach zurücklehnen auf die Couch und gelassen von dort aus die Monsterscharen in Schach halten. Nachdem wir also eines der wichtigsten Neuerungen abgehandelt haben, kommen wir zu den traditionsreichen Elementen, die uns schon eine ganze Generation begleitet. Nach wie vor muss Link also die reizende Zelda aus den Klauen des Bösen befreien – ausnahmsweise findet die Geschichte diesmal nicht wie gewohnt zu Beginn in Hyrule statt, sondern hoch oben in den Wolken darüber – Zelda ist auch keine Prinzessin, sondern die Tochter des Bürgermeisters. Grundsätzlich hat sich aber am Verlauf des Spieles nicht sonderlich viel verändert, denn während der abenteuerlichen Reise durchforstet ihr erneut umfangreiche Tempel und Verliese, findet wichtige Utensilien die zur Bewältigung der zahlreichen Rätsel notwendig sind und am Ende müsst ihr euch einem Bossgegner stellen. Diese sind jedoch nach genauer Beobachtung ihrer Angriffsmuster nicht sonderlich schwer zu besiegen, insofern ihr zusätzlich dann auch noch die Schwachpunkte ausfindig machen konntet.

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In Design und Aufbau der Dungeons stehen sie den vorangegangenen Teilen in nichts nach – sie sind komplex und mit zahlreichen Rätseln gespickt, die mit Spielfortschritt etwas mehr Köpfchen verlangen, um sie lösen zu können.Viel leichter habt ihr es da mit den Gegnern, denn die Gefechte laufen meist nach dem gleichen Schema ab. Wenn diese sich in einer Verteidigungsposition befinden, schlagt ihr einfach dort zu, wo sie ohne jegliche Deckung sind. Angriffe selber abwehren könnt ihr mit eurem Schild, indem ihr den Nunchuk hochhaltet und dann zum Gegenschlag ausholen – von eurem Gegenüber könnt ihr seltener derartige Konterangriffe erwarten. Ein Schild hält übrigens nicht auf Lebenszeit und wird mit der Zeit immer schwächer, bis es irgendwann zerbricht. Um dies zu vermeiden müsst ihr entweder den Schild im Wolkenhort reparieren lassen bevor der Schildbalken komplett leer ist oder eine Schildattacke anwenden, um den Angriff zurückzuwerfen.

Unbedingt beachten solltet ihr aber die Wahl eurer Ausrüstung – mit eurem Holzschild solltet ihr nämlich beispielhafterweise nicht in die Vulkangegend vordringen, da dieser euch dann nicht vor den Flammen schützen wird. Im Gegenzug dazu eignet sich ein Metallschild schlecht bei Elektrizität, also solltet ihr immer darauf bedacht sein für die jeweilige Region die passende Ausrüstung mitzunehmen. Leider habt ihr nur 4 Plätze zur Verfügung, was ihr auf eurer Reise mitnehmen könnt abseits von den Sachen die ihr angelegt habt. Überschüssige Sachen könnt ihr bei einem NPC hinterlegen und bei Bedarf auch wieder entnehmen – im Verlauf des Spieles könnt ihr drei zusätzliche Slots erkaufen und eines in einer Truhe finden, so dass ihr auf ein Maximum von acht Slots kommt. Eine weitere Neuerung ist die Ausdaueranzeige. Diese leert sich bei jeder anstrengenden Aktion wie z.B. Sprinten und das Tragen von schweren Gegenständen. Ist die Anzeige leer, könnt ihr euch für einen Moment nur noch sehr langsam bewegen. Nach ein paar Sekunden füllt sie sich jedoch wieder automatisch auf – alternativ können auf den Reisen Früchte gefunden werden, die die Anzeige umgehend wieder komplett wiederherstellt. Als Beraterin für eure Sorgen und Nöte während eures Abenteuers wird euch diesmal keine Navi oder Midna zur Verfügung stehen sondern Phai, ein Geist der in Links Schwert innewohnt. Sie gibt manchmal nützliche Tipps, die für euer Weiterkommen recht hilfreich sein können. Später habt ihr als zusätzliche Hilfe auch noch die sogenannte Aurasuche. Mithilfe dieser Aura lassen sich bestimmte Gegenstände oder Personen orten und somit leichter finden.

Um noch ein paar Worte über die Spielwelt zu verlieren – diese ist in 2 spezifische Bereiche aufgeteilt. Zum einen habt ihr die Welt über den Wolken bestehend aus dem Wolkenhort und den umliegenden Inseln – diese erreicht ihr mit eurem Vogel. Auch sonst könnt ihr euch frei umherbewegen und durch die Lüfte fliegen – das Land unter den dichten Wolken könnt ihr über Lichtsäulen erreichen, durch die ihr in die jeweiligen Regionen gelangt. Dazu sei gesagt, dass die Abschnitte nun nicht mehr miteinander direkt verbunden sind, sondern alle Bereiche der Welt von und zur Wolkenhort-Inselgruppe abgehen; diese kann man also in erster Linie stets als Hauptquartier und Anlaufstelle für Exkursionen in die untere Welt betrachten. Zu Spielbeginn stehen euch ganze 6 Herzen zur Verfügung – das sind immerhin doppelt so viele wie sonst. Solltet ihr mal an eurem Gegenüber dennoch scheitern, so startet ihr von der letztbesuchten Vogelstatue, wo ihr auch euer Spiel speichern könnt.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, denn alles in allem ist es immer noch ein Zelda wie alle vorigen Teile auch und abgesehen von der innovativen neuen Bewegungsteuerung spielt es sich auch dementsprechend genauso mit all seinen bewährten, immerwiederkehrenden Inhalten. Viele Sachen sind zwar ersetzt worden, aber der Ablauf ist dennoch gleichgeblieben. Was ihr abseits eures Hauptabenteuers noch alles erleben könnt erfahrt ihr ein Stück weiter unten.

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Wichtige Meldung!

Schlussendlich sei noch ein Spielfehler zu erwähnen, der im späteren Spielverlauf auftritt wenn man die drei Gebiete unter den Wolken ein zweites Mal besucht. Hier kann ein gravierender Fehler auftreten, wenn man diese in der falschen Reihenfolge besucht und dann genau mittendrin speichert. Dann ist man nicht mehr in der Lage die Story fortzusetzen, weil eine wichtige Storysequenz nicht mehr ausgelöst werden kann – Nintendo empfiehlt die Gebiete in der Reihenfolge Wald->Vulkan->Wüste zu begehen; zwischenzeitlich wird aber bereits an einer alternativen Lösung gearbeitet. Wie diese im Endeffekt aussehen wird, ist zu jetzigem Zeitpunkt aber noch nicht bekannt.

 

Grafik & Sound

Zugegebenermaßen, die Grafik von Skyward Sword stellt keinen Meilenstein in der Geschichte dar und an gewissen Stellen sind die Texturen nicht so schön, aber dafür kriegt man eine schön bunte Landschaft geboten, die ein gewissen Charme versprüht. Für Skyward Sword bediente man sich zu gewissen Anteilen von Twilight Princess und Wind Waker's Cel Shading Optik. Als Endergebnis zeigt sich eine helle, pastellfarbene Spielwelt wo man immer wieder neben den Landschaften auch schöne Licht-, Rauch- und Windeffekte begutachten kann, dafür aber aufgrund dieser bunten Optik auch die Monster dementsprechend weniger bedrohlich und angsteinflössend erscheinen. Im Vergleich hierzu hat Twilight Princess eine bessere Wirkung hinterlassen mit seiner recht dunklen Atmosphäre. Dafür sind die Animationen der Charaktere, deren Mimik und Bewegungen schön anzusehen und nahezu flüssig.

In Sachen Sprachausgabe hat sich auch im jüngsten Teil der Reihe keine Entwicklung vollzogen. Link kann nach wie vor kein gesprochenes Wort aus seinem Mund verlieren – als Entschädigung dafür gab man ihm diesmal aber etwas mehr Interaktionsmöglichkeiten. In so manchen Dialogszenen kann man per Multiple Choice System eine entsprechende Antwort geben, die zwar kein Einfluss auf das Spiel an sich nehmen aber mitunter für unterschiedliche Reaktionen des Gegenübers sorgen.

Der erstmalig orchestrale Soundtrack hingegen weiss voll und ganz zu überzeugen. Neben bekannten Zeldaklängen und den seit frühesten Teilen bekannten Jingles ( Öffnen einer Truhe ) gibt es sehr viele schöne Musikstücke, unter anderem das Themenlied – schade, dass man bislang nicht mit dem Gedanken gespielt hat einen umfangreichen OST auf den Markt zu bringen.

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Sonstiges

Als eingefleischter Veteran bereitet es Link sicherlich keine Mühen, die “Rette die Prinzessin”-Nummer zu einem glücklichen Ende zu bringen. Aber was haben wir sonst noch zu erwarten neben dieser heroischen Tat? Wir können drei große Gebiete inklusive zugehörige Tempel und Gewölbe erkunden, den gesamten Bereich über den Wolken – es gibt 24 Herzteile zu finden und unzählige Schatztruhen, die nicht unbedingt alle sofort von Link geöffnet werden können. Wir können Käfer und Materialien sammeln, um Gegenstände und unsere Ausrüstung zu verbessern. Auch die eigene Geldbörse, Bombentasche und Pfeilköcher lassen sich aufmotzen, damit mehr reinpasst. Die grösste Geldbörse kann nahezu bald stolze 10,000 Rubine fassen. Wir können zahlreiche Aufgaben von den Bewohnern des Wolkenhortes annehmen und dafür im Gegenzug Kristalle als Belohnung erhalten, die wiederum ab einer bestimmten Anzahl eingetauscht werden können gegen mitunter rare Schätze.

Minispiele gibt es auch – einen einzelnen Bambus in möglichst viele Stücke hacken, Kürbisschiessen, eine Achterbahnfahrt im Minenwaggon oder ein Flug durch mehrere Ringe inklusive Roulettelandung – für das kleine Vergnügen ist jedenfalls gesorgt. Doch selbst nach dem Spiel ist diesmal vor dem Spiel – sobald ihr das erste Mal das Spiel erfolgreich abgeschlossen habt, bekommt ihr Zugang zum Heldenmodus. Dafür müsst ihr aber euren Endspielstand überschreiben – fortan könnt ihr ein neues Spiel beginnen, indem ihr zwar doppelt soviel Schaden nehmt und Herzen nur noch dann auftauchen, wenn ihr eine Herzmedaille tragt aber dafür auch alle Insekten und Schätze aus dem vorigen Spiel behalten dürft. Zusätzlich dazu bekommt euer Schwert zu Beginn bereits die Himmelsstrahltechnik in voller Kraft. So könnt ihr euch das gesamte Abenteuer nochmal unter etwas erschwerten Bedingungen geniessen.

Auch ein Boss Rush Modus ist ab einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel verfügbar, wo ihr euch Belohnungen einheimsen könnt. Den finalen Storyboss könnt ihr dort aber erst gegenübertreten, wenn ihr nochmal den Heldenmodus spielt.

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Trailer

 

Fazit

25 Jahre begleiten wir Link nun schon durch seine Abenteuer – stetig sorgte Nintendo für neue Innovationen für ein immer intensiveres Abenteuererlebnis – dabei ist die Serie sich in seinen Kernelementen aber stets treu geblieben und es scheint als wäre Zelda in der Zeit stehengeblieben, abgesehen vom grafischen Aspekt. Vermutlich liegt es genau daran, dass im Grundgerüst wie bei Mario nicht allzuviel verändert wird, dass Zelda bis heute das erfolgreichste Action-Adventure darstellt – wie lange dies noch so funktioniert ist nicht absehbar. Fakt ist jedenfalls dass Videospielkonsolen immer ausgefeilter werden in ihrer Technik und die Spieler immer mehr Ansprüche an die Entwickler stellen. Eventuell kann Zelda nicht bis in die Ewigkeit diesen nostalgischen Charme beibehalten und unterliegt irgendwann dem Zahn der Zeit und muss sich mittels gravierenden Änderungen dem heutigen Stand anpassen, z.B. Sprachausgabe oder das man Entscheidungen trifft, die das Spiel gravierend beeinflussen können.

In jedem Fall schneidet Zelda: Skyward Sword zum Ende der Wii rundum gesehen gut ab mit kleinen Defiziten. Zelda und Link wachsen einem dieses Mal ans Herz, weil sie sich so vertraut wie nie zuvor auf dem Bildschirm zeigen – es ist schön, ihre Beziehung zueinander zu beobachten und die stets damit verbundenen Reaktionen. Auch andere Charaktere, die nicht so im Mittelpunkt stehen sind grösstenteils gut ausgearbeitet, auch wenn so manche Figur etwas kindisch wirkt. Die Nutzung von Wii Motion erlaubt ein völlig neues Spielerlebnis – man fühlt sich nahezu als würde man selber da stehen und auf den Gegner eindreschen. Die Story ist zwar kein Gigantenwerk, aber sie enthält einige interessante Informationen bereit, womit man ein paar Lücken in der Geschichte füllen kann. Die orchestrale Umsetzung der Hintergrundmusik versüsst die Ohren mit wohltuenden Klängen und wenn man mal keine Lust hat, ein schweres Rätsel zu knacken, laden ein paar Minispiele zum Verweilen ein oder man sammelt Materialien für seine Ausrüstung.

Hier hätte man sicherlich noch etwas weiter ausbauen können und auch die nicht direkt zusammenhängende Spielwelt stellt ein Manko dar. Unterm Strich gesehen jedoch stellt Skyward Sword ein solides Spiel dar, welches auch nach der Endsequenz zum erneuten Spiel einlädt. Herzlichen Glückwunsch zum 25. Jubiläum und auf das wir uns noch viele weitere Jahre an Link erfreuen können.