Time and Eternity

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Review

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Einleitung

Es sollte eines der Überraschungstitel werden im Bereich der JRPG's für dieses Jahr - vom Grafikstil her ähnlich wie einer typischen, japanischen Animeproduktion entsprungen sollte dem Spieler gegenüber das Gefühl suggeriert werden, er würde praktisch einen Anime schauen und dazu noch spielen. Imageepoch hat die Arbeiten an dem Titel bereits im Jahre 2010 begonnen und zwei Jahre später wurde Time and Eternity - auch bekannt als Toki to Towa oder Toki to Eien ~Toki Towa~ (時と永遠〜トキトワ〜 - in der Januarausgabe der Famitsu vorgestellt. Nach dem Release im Oktober 2012 in Japan schien erst nicht sicher, ob das Spiel es in den Westen schaffen würde zumal das Spiel im japanischen Raum auch herbe Kritik eingefahren hat an zahlreichen Stellen. Dennoch wurde kurz nach Jahresbeginn angekündigt, in Zusammenarbeit mit NIS Amerika das Spiel im Westen zu lokalisieren. Ob die harsche Kritik an Time and Eternity gerechtfertigt ist, erfahrt ihr im folgenden Test.

Box-Inhalte

 

Story

Im Königreich von Kamza wird einem großen Ereignis entgegengefiebert - die Prinzessin des Landes mit Namen Toki wird gemeinsam in der hiesigen Kathedrale mit ihrem Auserwählten Zack, einem jungen Mann im Ritterstand, vor den Altar und somit in den heiligen Stand der Ehe treten. Während am Vortag noch beide im Kreis der besten Freunde und Tokis Drachenhaustier Drake im eigenen Heim eigene Vorstellungen vom wichtigsten Tag im Leben haben, schleicht sich auch ein trüber Gedanke in das bis dahin relativ sorgenlose Leben. Eine Wahrsagerin soll Toki vor wenigen Monaten vorausgesagt haben, dass jemand am Tag ihrer Hochzeit ein tragisches Schicksal erleiden würde.

Die negativen Gedanken aufgrund dieser Aussage werden schließlich beiseite gelegt und am kommenden Tag ist es endlich soweit - in Anwesenheit der Freunde und der Einwohner legen beide vor dem Altar ihr Gelübde ab und Zack steht kurz davor, endlich die Frau seiner Träume küssen zu dürfen. Bevor es jedoch dazu kommt, ereignet sich ein großer Aufruhr am Eingang der Kathedrale, welche von mehreren Assassinen gestürmt wird. Um Toki vor einem Angriff zu schützen, stürzt sich Zack dazwischen und geht mit einer nahezu tödlichen Wunde zu Boden. Mit einem verschwommenen Blick sieht er dann eine blonde Frau namens Towa im blutgetränkten Hochzeitskleid vor sich, welche sich furios der Assassinen annimmt. Er hat das Gefühl, er würde Toki in dieser Frau sehen aber sie unterscheidet sich dann doch in Aussehen und Persönlichkeit von seiner Liebsten.

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Bevor er das Zeitliche segnet, taucht Toki wieder auf und spricht einen magischen Zeitzauber, der sie in die Vergangenheit bringen soll zu jenem Tag, an dem die Wahrsagerin ihr vom schicksalhaften Tag erzählt hat um mehr herauszufinden. Auch Zack war es möglich, mit Toki gemeinsam in die Zeit zurückzureisen - jedoch steckt seine Seele im Körper von Drake fest, dem Haustier von Toki und ihr gegenüber kann er sich auch nicht verständlich machen. Damit beginnt für alle Beteiligten eine Reise quer durch das Königreich von Kamza auf der Suche nach dem Grund, der zum Attentat am Tag der Hochzeit führt.

Die Story klingt zu Beginn relativ interessant und die Tatsache, dass man diesmal mit einer weiblichen Figur spielt um den männlichen Part vor dem schlimmen Schicksal zu retten ist einmal was Neues - abgesehen davon, dass Zack als nicht steuerbarer Charakter von offizieller Seite als Hauptprotagonist für das Spiel gilt. Jedoch muss man sich schnell damit rumplagen, den relativ einseitigen sexuellen Triebgedanken von Zack in einem beträchtlichen Anteil seines Dialogscripts zu folgen und nur mehr als einmal werden Momente in der Story, wo sich eine gewisse Ernsthaftigkeit aufbaut durch eben solche belanglosen Phantastereien runtergespielt. Auch sonstige mitwirkende Charaktere stechen nicht großartig positiv hervor und glänzen mit stereotypischen Eigenschaften und Klichees. Um die Mitte des dritten Kapitels fängt es an, sich insgesamt zu bessern, aber leider steht man dann auch schon mit einem Bein quasi vor dem Ende des Spiels. Die Dialoge an sich sind mit einem gewissen Aspekt an Humor aufgebaut, jedoch trifft es wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack und es ist wohl eher was für anspruchslose Leute, denen man leicht ein Schmunzeln abringen kann. Mit einer komplexen Handlung ist jedenfalls nicht zu rechnen.

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Gameplay

Nach den Eröffnungsszenen und anfänglichen Dialogen beginnt das Spiel im nahegelegenen Kamza Forest 6 Monate vor dem schicksalhaften Tag. Man steuert entweder Toki oder Towa in Begleitung von Drake durch die einzelnen Kartengebiete, die mit unterschiedlichen Gegnern bevölkert sind und zufällig ab dem Zeitpunkt auftauchen, sobald sich die Encounterleiste vollständig gefüllt hat. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab und man bekämpft immer nur einen Gegner zur gleichen Zeit - auf dem Bildschirm lässt sich mittels eines Icons erkennen, wie viele Gegner insgesamt im aktuellen Kampf verbleiben. Für die Beseitigung der Gegnerhorden stehen sowohl Toki als auch Towa verschiedene Fertigkeiten zur Verfügung für den Nah- als auch Fernkampf sowie eine Auswahl an verschiedensten elementaren Zaubern, Heilzauber und andere Unterstützungszauber, um den eigenen Charakter zu stärken oder die Gegner zu schwächen - Drake unterstützt euch ebenfalls mit automatisch gesteuerten Angriffen im Kampf oder heilt euch gelegentlich bei Bedarf.

Wenn zwei bestimmte elementare Zauber auf einen Gegner gewirkt werden, kann man zusätzlich noch einen negativen Effekt auslösen um sich noch einen zusätzlichen Vorteil zu verschaffen - das wird dann als Chemistry bezeichnet. Man muss aber hier ein gutes Timing hinlegen, denn Drake unterbricht die Kette manchmal mit Feuerbällen, die er verschiesst und oftmals lohnt es sich auch nur bei Gegnern mit hohen HP oder Bosse, weil alles andere eh meist nach 1-2 Zauber bereits hinüber ist. Später im Spiel kommen auch noch drei Zeitzauber dazu, mit denen ihr die Kämpfe zu eurem Vorteil entscheiden könnt. Diese erhaltet ihr nach entsprechenden Quests im Verlauf der Story - ihr könnt für den Gegner kurzzeitig die Zeit stoppen und ungehindert angreifen oder die Zeit sowohl zurückzudrehen als auch beschleunigen, sodass ihr zahlreiche Aktionen ausführen könnt während für euren Gegner die Zeit normal weiterläuft. Die Nutzung der Zeitmagie ist jedoch von der Anzahl her eingeschränkt und muss entweder mithilfe von entsprechenden Items aufgefrischt werden oder man besucht sein Zuhause.

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Zur Ausführung eurer Fertigkeiten benötigt ihr zum einen SP, welche sich automatisch langsam generieren oder aber indem ihr herkömmliche Angriffe benutzt. Zum anderen benötigt ihr Gift Points, die ihr entweder für das Lösen von Quests oder durch das Besiegen von Gegnern erhaltet. Damit werden im Menü entsprechende Fähigkeitensets freigeschaltet, welche euch dann zur Verfügung stehen sobald ihr das nächste Level Up hattet und wenn eure Levelstufe hoch genug ist. Die einzelnen Fähigkeiten lassen sich dann in 3 entsprechenden Slots den Tasten zuweisen - mit der Zeit könnt ihr im Kampf zwischen 4 Skillpaletten hin- und herwechseln. Auch passive Fähigkeiten sollen eurer Spielfigur dabei helfen, die Kämpfe zu überstehen in Form von Statusboosts oder anderen Bonis.

Gegnerischen Angriffe kann man einerseits blocken, um den Schaden zu reduzieren oder gänzlich umgehen, indem man im richtigen Moment zur Seite hin ausweicht. Leider zeigen sich im Kampfsystem schon die ersten Mängel - die Anzahl an unterschiedlichen Gegnern ist nicht sonderlich hoch und demzufolge ist mit einer hohen Anzahl an verschieden colorierten Monstern zu rechnen. Desweiteren werden die Kämpfe an sich schnell zu einer monotonen Belastung, denn diese weisen fast immer ein repetetives Angriffsmuster auf, das der Spieler schnell durchschauen kann und man diese dann meist immer nach dem gleichen Schema durchläuft. Oftmals reicht es auch schon aus, die elementare Schwäche des Gegners schamlos auszunutzen und mit einem einzelnen Zauberspruch dem Widersacher ein Ende zu bereiten, denn die magischen Fähigkeiten sind im Verhältnis zu den Schuss- und Schwertwaffenfähigkeiten sehr stark und das auch schon sehr früh im Spiel. Solltet ihr dann doch einmal an einem Gegner scheitern und k.o. gehen, gibt euch das Spiel als Option den Kampf nochmal neu anzugehen oder die Schwierigkeitsstufe umzustellen.

Im Kampf gegen bestimmte Gegnergruppierungen machten sich auch heftige Geschwindigkeitseinbußen bemerkbar und die Interaktion mit Toki / Towa ging nur noch sehr rucklig vonstatten, was sich als sehr unvorteilhaft erweist wenn der Gegner einem an der Front kontinuierlich ohne große Pausen mit Attackensalven einheizt. Nach dem Sieg über ein Monster darf man sich über eine bestimmte Anzahl an Chronos - der Geldwährung im Spiel - sowie über eine geringfügige Anzahl an Gift Points und Erfahrungspunkten erfreuen. Steigt ihr nach einem Kampf im Level auf, wird automatisch zwischen den beiden Mädels gewechselt - d.h. wenn ihr gerade Toki steuert zum Zeitpunkt des Level Ups, dann wechselt ihr zu Towa und vice versa. Ansonsten ist es nur mit einem spärlich gesäten Item - dem Pepper - möglich, ohne Umschweife zu wechseln. Dabei ist noch zu erwähnen, dass sowohl Toki als auch Towa gleichzeitig in der Erfahrungsstufe aufsteigen und auch die Ausrüstung gemeinsam nutzen können. Angesammelte Gift Points, die man für einen Charakter ausgibt zur Freischaltung der Fähigkeiten werden nicht vom Betrag des anderen abgezogen.

Ein weiteres Manko sind die einzelnen Gebiete, die man mit den weiblichen Helden durchquert - sie ähneln sich oftmals sehr stark und obwohl die Gebiete teilweise relativ weitläufig sind, gibt es wenig Grund einmal stehenzubleiben um das Areal zu begutachten oder bietet Raum für Erkundungen denn die wichtigsten Punkte sind auf einer abrufbaren Karte bereits vorab markiert; das gilt sowohl für Auftragsgeber als auch für Schatztruhen. Einzig positiver Aspekt sind die grünen Checkpointkristalle, wo man sich nach erstmaliger Aktivierung beliebig oft zwischen den Punkten teleportieren kann auf der jeweiligen Karte, um Wegzeit und ungewünschte Gegnerkontakte zu sparen.

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Wie bereits erwähnt, lassen sich in den Arealen über die Karte alle nennenswerten Punkte einsehen - das gilt auch für die Weltkarte. Mit entsprechenden Icons könnt ihr ablesen, wo gerade eine Quest oder Storymission aktiv ist oder abgeschlossen werden kann, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Sowohl die NPC als auch die Aufträge an sich sind mindestens genauso repetitiv gestaltet wie zahlreiche andere Elemente im Spiel. Bis auf wenige Ausnahmen sieht man immer wieder die gleichen Figuren vor sich - meist nur unterschiedlich gefärbt - und verlangen von euch, dass ihr eine bestimmte Anzahl an Monstern besiegt, von Monstern hinterlassene Items heranschafft oder einfache Botengänge durchführt. Über das gesamte Spiel hinweg werdet ihr also immer mit den gleichen langweiligen Aufgaben betreut werden, welche euch aber auf lange Sicht gesehen die meisten Gift Points einbringen, um eure Fähigkeiten freizuschalten.

Zuguterletzt ist noch im Spielmenü der Affectionbereich zu erwähnen - darüber könnt ihr anhand einer Leiste ablesen, wie es aktuell um die Zuneigung von Zack zu einem der beiden Mädels steht. Der weiße, kleine Strich markiert den exakten Mittelpunkt in der Leiste und die Zuneigung von Toki oder Towa zu Zack wird farblich dargestellt. Die Leiste lässt sich auf verschiedene Arten beeinflussen: zum einen habt ihr hin und wieder in eurer Behausung die Möglichkeit auf ein privates Gespräch mit eurer Liebsten ( zu erkennen an einem Herzsymbol ) - oftmals bekommt ihr auch zwei Antwortmöglichkeiten zur Auswahl gestellt, wodurch ihr den Statuswert Liebe erhöhen könnt. Ab und an werdet ihr bei der richtigen Auswahl auch mit Galeriebildern belohnt, welche sich nach einmaliger Freischaltung über das Hauptmenü im Spiel abrufen lassen.

Dann gibt es an verschiedenen Ortschaften sogenannte Memory Sites, wo ihr ebenfalls in trauter Zweisamkeit in Erinnerung schwelgt, gemeinsame Gespräche führt und auch hier diverse Antwortmöglichkeiten präsentiert bekommt. Als letzte Option könnt ihr den Liebes- und Aufrichtigkeitswert noch dahingehend beeinflussen, indem ihr Drake mittels ausgerüsteter Fähigkeiten manuell um Unterstützung bittet. Das bringt euch bei Ende des Kampfes 1-2 Punkte ein. Für den ersten Spieldurchgang ist es noch nicht entscheidend, die betreffenden beiden Werte zu gleichen Anteilen aufrechtzuerhalten, zumal es angeblich vor einem zweiten Spieldurchgang nicht möglich sein soll. Warum man ein Interesse daran hegen sollte, zwischen Toki und Towa aber auf eine Balance der Zuneigung zu achten sei an dieser Stelle aber nicht verraten.

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Grafik & Sound

Für Time & Eternity hat man sich dazu entschieden, Charaktere und Monster komplett handgezeichnet in 2D darzustellen, während der Hintergrund bzw. die Umgebung 3D-Modelle genutzt wurden, was in Kombination auf eine gewisse Art und Weise schon seinen ganz eigenen Charme besitzt. Die 2D-animierten Figuren können sich durchaus natürlich sehen lassen optisch, allerdings sind die eingesetzten Animationen sehr spärlich eingesetzt worden was man vor allem daran merkt, wenn man Toki oder Towa durch die Areale steuert - die Bewegungen wiederholen sich mehrmals in einer Sekunde - ein Eindruck, der sich allein durch die Begutachtung von Screenshots nicht bemerkbar macht. Die Umgebung allerdings wirkt aus der Entfernung relativ unscharf und nicht optisch attraktiv. Die Gebiete sind teilweise groß, aber es wirkt oftmals lediglich leer und arm an Details und man will eigentlich relativ schnell nur seine Aufgaben im jeweiligen Gebiet abarbeiten und weiterziehen in die nächste Ödnis. Es fehlt auch teilweise an hervorstechenden Merkmalen, die eine Tour durch die jeweilige Region zu einem schönen Erlebnis machen. Davon abgesehen wurde jeder Landschaftstyp wie Inseln, Canyons und dunkle Wälder gleich mehrfach eingesetzt und nur immer geringfügig verändert - man hat sogar stets die für die Landschaft zugehörige BGM immer wieder verwendet, sodass es einem nach einer gewissen Zeit aus den Ohren rauskommt.

Für die musikalische Untermalung hat zu großem Anteil Yuzo Koshiro gesorgt sowie Takeshi Yanagawa. Yuzo Koshiro ist unter anderem bekannt für die Komposition der älteren Ys Spiele sowie Shenmue und ganz besonders Etrian Odyssey - das Themenlied "Rewind" spendierte R&B und Popsängerin May J. Anhand der im Spiel befindlichen 30 Lieder lässt sich klar herauserkennen, dass man gewisse Lieder desöfteren um die Ohren geschlagen bekommt und manches Mal passen sie auch gar nicht wirklich in das Setting optimal rein. Positiv hervorzuheben sind jedenfalls die für Toki und Towa zugeschnittenen Battle Themes sowie das Final Boss Theme, was jedoch leider anscheinend einem Bug zu unterliegen scheint denn leider bricht der Song mitten im Gefecht ab und außer den Soundeffekten macht sich Stille im alles entscheidenden Kampf breit, was sehr schade ist. Die einzelnen Kapitel schließlich werden oftmals von kleinen zweiminütigen Animationsvideos begleitet und stammen vom japanischen Animationsstudio Satelight Inc.

NIS America hat sich für die westliche Lokalisation ein paar englische Sprecher ins Boot geholt, die jedoch an verschiedenen Stellen Begeisterung an der Sprechrolle vermissen lassen, sodass es sich am Ende mehr motivationslos heruntergeleiert anhört. Zusätzlich dazu fehlt es sowohl bei der japanischen als auch bei der englischen Tonspur an jeglicher Lippensynchronität. Man kann natürlich nicht erwarten, dass sie nahtlos perfekt ist aber oftmals sieht man wie die Charaktere auf dem Bildschirm schon anfangen zu reden, obwohl noch gar kein Ton da ist und da hätte man sich etwas mehr Mühe geben können.

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Sonstiges

Neben einer Option für ein New Game + nach erstmaligem Durchspielen und der Auswahl zwischen zwei Schwierigkeitsgraden, welche man ständig im Spielverlauf wechseln kann sowie fünf kostenpflichtigen, kleinen DLC Erweiterungen gibt es nichts was eine Erwähnung wert wäre. Es gibt keine großartigen, optionalen Inhalte die man abseits von der Hauptstory entdecken kann und es warten auch keine starken Monster auf einen als besondere Herausforderung. Somit hält sich auch der Wiederspielwert von Time and Eternity arg in Grenzen.

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Trailer

 

Fazit

Time and Eternity galt als potentieller Geheimtipp im JRPG Genre und herausgekommen ist dabei ein Produkt, welches von technischer Unausgereiftheit und repetitiven, langweiligen Inhalten nur so strotzt. Storyszenen, in denen halbwegs versucht wird eine gewisse Atmosphäre zu schaffen werden mit pubertären Ergüssen zunichte gemacht und die meisten der Charaktere sind relativ stereotypisch und bleiben einem nicht wirklich in Erinnerung. Erst wenige Stunden vor Spielende fängt die Story an etwas interessanter zu werden, was aber relativ spät ist um jemanden bis dahin bei der Stange zu halten. Keine großartig vorhandenen optionalen Inhalte machen eine New Game + Option fast schon überflüssig, sodass man das Spiel nach gefühlten 20-30 Stunden eher getrost in den Schrank stellt und verstauben lässt. Wer nicht großartige Ansprüche hat und sich an den einfachen Dialogen, den sich ständig wiederholenden Spielinhalten und dem seichten Humor nicht stört, der kann einmal einen Blick darauf werfen. Allerdings ist es sehr empfehlenswert, den Titel erst einmal in der Videothek des Vertrauens oder von einem Freund auszuleihen, bevor man den Neupreis von 46 € im gut sortierten Fachhandel hinblättert.