Dragon Quest Monsters

Cover von Dragon Quest Monsters

Review

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Das Spiel

1993 erschienen die ersten drei Pokémon-Editionen und waren damals wie heute ein großer Erfolg. Doch im selben Jahr kam noch ein weiteres Monster-RPG auf den Markt, in dem es ebenfalls darum ging, Monster zu sammeln und sie gegeneinander antreten zu lassen, Dragon Quest Monsters! Durch den Erfolg von Pokémon ging dieses RPG leider ein wenig unter, doch ist Pokémon wirklich besser als dieses RPG aus dem Hause Enix?

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Die Story

Unsere Geschichte startet im Schlafzimmer der Geschwister Terry und Milaya, welche an diesem Abend alleine zuhause sind. Während Terrys Schwester seelenruhig zu schlafen scheint, bekommt er kein Auge zu und steht noch einmal aus seinem Bett auf. Plötzlich erscheint aus dem uralten Wandschrank ein Monster namens Warubo, welches an ihm vorbei ins Schlafzimmer stürmt, seine Schwester packt und mit ihr wieder im Schrank verschindet. In derselben Sekunde erscheint ein weiteres Monster, das sich Terry als Watabo vorstellt. Zusammen mit ihm springt unser junger Held in den Wandschrank und findet sich in einer ihm völlig unbekannten Welt names Taiju wieder.

Dort angekommen wird er direkt zum König geführt, der ihn darum bittet, am legendären Sternenturnier teilzunehmen. Aus jedem Königreich werden die stärksten Master teilnehmen und Terrys Aufgabe ist es, sich im Kolosseum zu qualifizieren und den Sieg nach Taiju zu holen. Nur dann hat er einen Wunsch frei und kann wieder mit seiner geliebten Schwester vereint werden. Was Terry jedoch nicht weiß ist, dass er seine Schwester früher wiedersehen wird, als ihm lieb ist …

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Gameplay

Das Spielgeschehen findet im Baum Taiju, mit seinen zahlreichen Geschäften, Charakteren, Geheimnissen und je nach Spielstand auftretenden Ereignissen statt. Durch das Untergeschoss des Schlosses gelangt man zu den Dungeons, welche durch das Aufsteigen im Kolosseum freigespielt werden müssen. Ingesamt gibt es dreißig Dungeons, wovon einige versteckt sind und besondere Bedingungen erfüllt werden müssen, um sie zu entdecken. Jeder Dungeon beinhaltet eine verschiedene Anzahl an Toren, die zu weiteren Toren führen. Am Ende eines jeden Level muss man sich einem Endgegner stellen. Innerhalb der Tore gibt es 215 verschiedene Monster zu fangen, welche aus den Slime-, Drachen-, Biest-, Vogel-, Pflanzen-, Insekten-, Teufel-, Zombie-, Materie- und ?-Familien stammen. Einige Monster sind jedoch nicht innerhalb der Dungeons zu finden und das bringt uns zu dem wahrscheinlich wichtigstem Punkt, dem Paarungssystem.

Sobald ein Monster Level 10 erreicht hat, kann es mit einem Monster des anderen Geschlechts gepaart werden. Das Stamm-Monster entscheidet hierbei die Gattung des Neugeborenen. Wenn man zum Beispiel ein Biest mit einem Drachen paart, so wird das Kind ein Biest sein, welches die Fähigkeiten der Eltern übernehmen wird. Es ist also ratsam, ab einem höheren Level zu paaren, um Fähigkeiten zu erhalten, die das Monster erst später lernt. Die Monster der „???” Rasse sind hierbei um schwersten zu erhalten und benötigen eine Vielzahl an Vorpaarungen.

Zurück in Taiju kann man sich dann wieder den Herausforderungen des Kolosseums stellen, wo man sich absteigend von G bis A, über die Spezialstufe S bishin zum Sternentunier und dem Monstermaster vorkämpfen muss. Auf jeder Stufe erwarten euch drei Kämpfe, die man hintereinander gewinnen muss. Ihr könnt in diesen Kämpfen nicht eure gewohnten Strategien anwenden, sondern müsst euch voll und ganz auf eure Monster verlassen und könnt ihnen nur bedingt Befehle geben. Auch Items können in diesen Kämpfen nicht benutzt werden, weshalb man immer ein Monster dabei haben sollte, das heilen kann.

Auch für Multiplayer bietet das Spiel zwei Möglichkeiten. Sofern beide Teilnehmer einen GBA und das Dragon Quest Monster Modul besitzen, können sie gegeneinander kämpfen und ihre Monster miteinander paaren, wobei beide ein Monster auswählen, aber beide den Neugeborenen erhalten.

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Fazit

Vergesst Pokémon! Letztendlich ist das Prinzip des Kämpfens natürlich das gleiche, doch alleine die Möglichkeit, seine Monster miteinander zu paaren, strategisch Monster zu züchten und nicht ewig auf eine neue Entwicklungsstufe hinleveln zu müssen, verschafft Dragon Quest Monster einen enormen Vorteil gegenüber seinem eher kindlich gestalteten Pokémon-Kollegen. Einzig die eher farblose Welt und die sich wiederholenden Welten müssen mit einem Minuspunkt geahndet werden, was den Spielspass allerdings keineswegs mildert.