Kingdom Hearts: Chain of Memories (roh)

Cover von Kingdom Hearts: Chain of Memories (roh)

Review (Bilder)

Das Spiel

Kingdom Hearts: Chain of Memories kam Ende des Jahres 2004 für den Game Boy Advance auf den Markt. Es stellt eine Art Übergang zwischen den Spielen Kindom Hearts 1 und 2 dar, allerdings muss man es nicht gespielt haben um die Geschichte des zweiten Teils zu verstehen.

 

Story

Soras Suche nach seinem Freund Riku, dem König Micky und der Tür zum Licht geht weiter. In Chain of Memories dreht sich alles grundsätzlich um Soras Erinnerungen. Nachdem die Tore des Kingdom Hearts geschlossen wurden, landen Sora, Donald und Goofy auf der Kreuzung der Welten. Dort erscheint Sora ein schwarzgekleideter Mann und weist ihn auf das Schloss des Entfallens hin. Als Sora und seine Begleiter dort ankommen, übergibt ihm der Schwarzgekleidete eine Karte und erklärt, dass alle Türen in diesem Schloss durch solche Karten geöffnet werden. Nun beginnt für Sora eine Reise durch seine eigene Vergangenheit, da die besagte Karte aus seinen Erinnerungen erschaffen wurde. Jedes Stockwerk des Schlosses stellt eine Welt aus Soras Vergangenheit dar, allerdings kann sich keiner seiner alten Freunde an ihn erinnern. Doch laut ihrer Worte haben sie ihn nicht vergessen, sondern nur "noch nie getroffen". Das ist jedoch nicht das einzige Problem mit welchem Sora zurechtkommen muss. Je weiter er in das Schloss des Entfallens vordringt, desto mehr verändern sich seine Erinnerungen.

 

Gameplay

In Kingdom Hearts: Chain of Memories dreht sich alles um die Karten. Egal ob beim Kämpfen, Öffnen der Türen oder der Story. Durch die sogenannten Raumkarten kann der Spieler entscheiden was ihn in dem nächsten Raum des Schlosses erwartet. Je nach Wunsch können es Herzlose, ein Speicherpunkt oder eine Schatzkiste sein. Man muss nur die richtige Raumkarte haben. In dem Kampf benutzt man ein Kartendeck, welches aus den sogenannten Schlüsselschwert-, Item-, Zauber- und Herzlosen-Karten zusammengesetzt werden kann. Diese werden im Kampf nacheinander eingesetzt und beeinflussen Soras Handlungen. Gehen die Karten im Kampf mal aus, können sie ganz leicht wieder nachgestockt werden. Die Anzahl der Karten im Deck wird durch die maximale Menge der Karten-Punkte (KP) bestimmt, da jede Karte eine bestimmte Anzahl an KP verbraucht. Wird die maximale Stufe der KP überschritten, kann das Deck nicht benutzt werden. 
Bei einem Level Up kann man die maximale Menge der KP neben 2 weiteren Parametern, HP und Kombos, erhöht werden. Um das Deck zu erneuern oder zu verbessern, muss man bei einem Mogry einkaufen gehen. Als Währung werden die Mogry-Punkte verwendet, die man in den Räumen des Schlosses findet. Im Geschäft kann man sich dann eines der 4 Sets aus je 4 Kategorien auswählen: Angriffskarten, Magiekarten, Itemkarten oder alles gemischt. Jedes Set enthält 5 Karten, die zufallsbestimmt ausgewählt werden. Herzlosen-Karten kann man allerdings nicht beim Mogry kaufen. Die erhält man nach dem Kampf.

Im Gegensatz zum PS2-Vorgänger muss Sora in Chain of Memories die Kämpfe alleine bestreiten. Donald, Goofy und andere Freunde kommen ihm ebenfalls als Karten zur Hilfe. Solche Karten können aber nicht ins Deck aufgenommen werden, da sie nur während des Kampfes auf dem Feld erscheinen. Die Geschichte an sich wird in jeder Welt in 3 Schritten bzw. Events erzählt. Man bekommt nach dem jeweiligen Event den Schlüssel zum nächsten und so geht es weiter. Wenn man eine "Welt" des Schlosses verlässt, kommt man wieder in den Hauptgang des jeweiligen Geschosses, auf dem diese Welt liegt.

 

Musik und Grafik

Im Gegensatz zu vielen anderen GameBoy-Spielen besitzt Chain of Memories ein Intro. Dieses wird durch die für Square typische wunderschöne Grafik unterstrichen und bricht die bis jetzt gewohnten Grenzen des GBA. Auch zwischendurch sind einzelne Sequenzen in der erstklassigen Grafik zu sehen. Die Full-Motion Videos sind eigentlich nichts neues für den GBA, allerdings war die Qualität der Videos bis jetzt um einiges schlechter. Das 2D-Raumsystem des Schlosses ist ein guter Ersatz für die 3D Umgebung von Kingdom Hearts 1, aus dem die meisten Welten übernommen wurden. Die Musik wurde größtenteils ebenfalls von dem Vorgänder Kingdom Hearts 1 geliehen. Von der Qualität her ähnelt sie Midis.

 

Specials

Das Interessante an Kingom Hearts: Chain of Memories ist, dass man nach dem Durchspielen der eigentlichen Geschichte von Sora automatisch noch einen weiteren Modus mit Riku als Hauptperson freischaltet. Sicherlich haben sich viele gefragt was nach dem Endkampf mit Riku, Mickey und Ansem passierte. Nun können sie es selber herausfinden, indem sie beim Rebirth-Modus die Rolle von Riku übernehmen. Die Kämpfe mit Riku unterscheiden sich von denen mit Sora. Rikus Deck kann nicht verändert werden, allerdings variiert es und passt sich der jeweiligen Welt an. Dazu besitzt Riku sogenannte Sinistra Punkte, durch die die Kräfte der Finsternis in ihm aktiviert werden. In dem Sinistra-Modus greift er ausschließlich mit Kombos an. Rikku kann keine Magie benutzen, aber in den Kämpfen kommt ihm Micky in Form einer Freundes-Karte zur Hilfe. Er heilt einen Anteil an HP, betäubt die Gegner und erteilt Schaden. Neben dem Rebirth-Modus wird ein weiteres Feature freigeschaltet: ein Versus-Modus in dem 2 Spieler in die Rollen der Charaktere schlüpfen und gegeneinander antreten können. Dazu benötigt man allerdings einen weiteren GBA.

 

Trailer

 

 

Fazit

Das Spiel ist auf jeden Fall empfehlenswert. Das Kartensystem bietet viele Möglichkeiten der Gestaltung des Kampfes und für eigener Strategien. Der Rebirth-Modus ermöglicht es in die Rolle von Riku zu schlüpfen und zu erfahren was "hinter den Kulissen" passiert. Grafisch gesehen holt das Spiel aus dem GBA alles was es zu holen gibt. Ein "Muss" für alle Kingdom-Hearts-Fans.