Chocobos Dungeon 2

Cover von Chocobos Dungeon 2

Review

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Das Spiel

Was macht eine Firma, die ein beliebtes Maskottchen im Rahmen einer größeren Spielreihe ins Leben gerufen hat? Natürlich, man spendiert ihm seine eigenen Spiele. Chocobos sollten jedem Rollenspieler ein Begriff sein. In fast jedem Final Fantasy Teil haben sie ihren Auftritt. Mal kann man sie züchten und in Rennen schicken, mal dienen sie der Fortbewegung, und mal sind sie der beste Freund des Menschen. In „Chocobo Dungeon 2” hat der gelbe Vogel seinen eigenen Kopf, und macht sich auf die Suche nach Schätzen, die in seltsamen Höhlen versteckt sein sollen.

Chocobo Dungeon 2 wurde 2010 in der „PSOne Classics-Serie” neu aufgelegt - allerdings nur in Japan.

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Die Story

Die Story klingt wenig originell: Wir begegnen Chocobo und Mog, wie sie vor einem Dungeon stehen, woraufhin Mog erzählt, er wäre ein toller Schatzsucher und die beiden müssen unbedingt diesen tollen Dungeon erforschen. Der Charakter des Mog wird hierbei, wie in den meisten anderen Chocobo-Spielen auch, als ziemlich angeberisch und selbstverliebt dargestellt. In Wahrheit würde er jedoch ohne Chocobos Hilfe nicht einmal ein halb so guter Schatzsucher sein. Chocobo zögert zunächst, lässt sich dann aber doch überreden. Und so machen sich beide auf den Weg, tief in das geheimnisvolle Labyrinth. Einige Etagen weiter drinnen stoßen beide auf einen Schalter. Mog betätigt ihn sofort, ohne zu wissen, was passiert. Daraufhin wird Chocobo in hohem Bogen aus dem Dungeon katapultiert und landet bewusstlos auf dem Boden. Zum Glück wird Chocobo von der freundlichen Weißmagierin Shiroma gesund gepflegt („weiß” > jp. „shiro[i]”). Gemeinsam machen sie sich nun auf, um Mog im Dungeon zu finden, und stürzen dabei Hals über Kopf in ein großes Abenteuer. Im Laufe des Spiels entwickelt sich dabei eine mittelmäßige Geschichte, die auch eine kleine Überraschung am Ende parat hält.

Zwar artikuliert sich unser kleiner gelber Freund wie ein Pokémon („Kwark. Kwark”), dennoch scheint er sich prächtig in der Welt zurechtzufinden und findet auch sehr bald neue Freunde. Ein ungeschriebenes Gesetz, was bis jetzt in fast allen Chocobo Spielen Einzug hielt, ist die Besetzung. Neben Chocobo kann man unter anderem Mog, Cid oder Shiroma steuern. Interessant ist hierbei die 2-Spieler Option. Gibt es nicht viele Rollenspiele, die eine optionale 2-Spieler Variante unterstützen, so kann man sich in „Chocobo Dungeon 2” mit Freunden auf die Reise begeben. Der zweite Charakter kann dabei über seine spezielle Fähigkeit verfügen. So positioniert Cid geschickt Minen in den Dungeons und Shiroma hilft Chocobo oft mit ihren Heilkünsten aus der Patsche. Einziges Manko: Der zweite Spieler kann z.B. keine Zaubersprüche wirken. Weitere bekannte Gesichter, wie der Schwarzmagier, Golem oder Bahamut, König der Drachen, treten in nicht spielbarer Form im Spiel auf.

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Gameplay

Das Gameplay des Spiels ist untypisch für ein Rollenspiel, weckt aber Interesse. Ähnlich wie in „Diablo”, steuert man Chocobo (und einen seiner Freunde) durch ein komplett zufallsgeneriertes Dungeon, kämpft sich in Hack'n'Slay-Manier durch die Gegend, bis man schließlich den Durchgang findet, der einen Level tiefer führt. Allerdings ist das Gameplay als eine Mischung zwischen Echtzeit und rundenbasiert anzusehen. Nur dann, wenn man Chocobo bewegt, führen auch die Gegner eine Aktion aus. Kämpfe werden direkt auf dem Feld ausgetragen. So ist es auch möglich, einen schwereren Gegner geschickt zu umgehen und eventuell vorher ein paar leichtere Gegner zu besiegen. Neben normalen Angriffen, die Chocobo mit seinen Fußkrallen durchführt, kann man auch einige interessante Zaubersprüche anwenden. Dazu liest man aus Büchern, die man auf dem Weg durch den Dungeon gefunden hat. Wendet man einen Zauberspruch oft genug an, so steigt sein Level und somit auch seine Wirkungskraft. Am Anfang ist die Steuerung, gerade während eines Kampfes, recht ungewohnt, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Allerdings muss man anmerken, dass sich anfangs die meisten Kämpfe, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen (z.B. Bosskämpfe), auf stures Hack'n'Slay beschränken. Im weiteren Spielverlauf wird ein gewisses Maß an taktischer Überlegung unentbehrlich.

Die Welt von „Chocobo Dungeon 2” ist nicht sehr groß, dafür aber überschaubar. Es gibt nicht nur Höhlen zu erforschen, sondern auch Gegenden, wie eine Unterwasserlandschaft, einen Wald oder einen Leuchtturm. Auf dem Weg durch die verschiedenen Dungeons wird Chocobo in viele Fallen treten, die ihn für einige Runden schlafen lassen, die Steuerung invertieren, oder ihm Lebenspunkte abziehen.

In den Dungeons finden Chocobo und seine Freunde allerlei nützliche Sachen. Dazu gehören neue Sättel (Rüstung), sowie Krallen (Waffen) für Chocobo, Nüsse zum Verzehr, Flüssigkeiten, Tags zum Speichern und zur Benutzung der Dungeon-Karte. Besondere Items sind z.B. Summon-Federn, mit denen man bekannte Schutzgeister der Final Fantasy-Reihe herbeirufen kann, wie z.B. Sylph oder Titan.

An bestimmten Stellen im Spiel besitzt man die Möglichkeit, seine gefundenen Sättel und Klauen zu kombinieren, um sie so stärker zu machen. Dieses System ist so komplex, dass man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Die Möglichkeiten sind vielfältig, was das Spiel vor allem für Spieler interessant macht, die gerne eigene Ausrüstung herstellen und auf diesem Weg viel herumprobieren. So ist man z.B. in der Lage, seine eigene ultimative Waffe zu basteln, mit den Werten und Fähigkeiten, die man sich selber vorstellt. Bestimmte Waffen ermöglichen es sogar, mit der Umgebung zu interagieren. So gibt es Waffen, mit denen man durch Wände graben kann. Bei übermäßiger Benutzung der Ausrüstung, wird diese irgendwann unausweichlich kaputt gehen. In einigen Fällen kann man sie dann wieder reparieren, aber sie können auch verflucht werden, so dass sich für den Träger gewisse negative Effekte herausstellen.

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Grafik & Musik

Die Grafik des Spiels ist für Playstation-Verhältnisse sehr gut. Sprites und Umgebungsgraphiken sind liebevoll designed. Bloß die Umgebung in den Dungeons wirkt nach kurzer Zeit ein wenig eintönig. Ein großer Pluspunkt des Spiels sind die FMV-Sequenzen. Schon an der Verpackung kann man erkennen, dass das Spiel einen gewissen Cuteness-Faktor besitzt. So sind auch die filmreifen Zwischensequenzen sehr schön gerendert. Die Szenen sind total süß gemacht, was einem Motivationsschub gleichkommt, denn man möchte schnell die nächste Szene sehen.

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Trailer

 

 

Fazit

Die durchschnittliche Spieldauer beträgt, je nach Spielweise, 20-40 Stunden. Leider gibt es kaum Motivation, das Spiel noch einmal durchzuspielen. „Chocobo Dungeon 2” ist, wie man am Namen schon erkennen kann, ein Sequel. Den ersten Teil kennen leider nur die wenigsten hierzulande, da „Chocobo no fushigina danjon” leider nur in Japan erschien. Der zweite Teil schaffte es jedoch über den großen Teich und erschien in Nordamerika.

„Chocobo Dungeon 2” erweckt zunächst den Eindruck, dass es ein Spiel für ein jüngeres Publikum ist. Wer die Muße hat, sich tiefer mit dem Spiel zu beschäftigen, wird jedoch merken, dass es durchaus ein gutes Spiel ist, was zwar von den klassischen Vorstellungen eines Rollenspiels abweicht, aber wo wären wir heute ohne Veränderungen und Innovationen? Fans der Final Fantasy-Reihe sollten auf jeden Fall einmal einen Blick darauf werfen. Spieler, die ein möglichst unkompliziertes Spiel wollen und sich schwer in ungewohnte Spielprinzipien reinfinden können, sollten das Spiel vielleicht erst mal anspielen, bevor sie es kaufen.