Tales of Eternia (roh)

Cover von Tales of Eternia (roh)

Review

Tales of Eternia erschien hier in Deutschland unter dem selben Titel wie in Japan für die Playstation Portable. In Amerika gab es beim Erscheinen der ursprünglichen Playstation Version jedoch bezüglich des Namens einige Probleme. Aufgrund eines anderen bekannten Tales of Spiels für die PSX wurde Tales of Eternia als Nachfolger deklariert und trägt dort den Namen "Tales of Destiny 2". Echte Probleme entstanden als in Japan ein richtiger Nachfolger von Tales of Destiny erschien und den gleichen Namen erhielt. Das amerikanisch Tales of Destiny 2 ist also ein anderes Spiel als das japanische Tales of Destiny 2. Glücklicherweise sind wir in Deutschland davon verschont, da wir den japanischen Orginaltitel haben.

Tales of Eternia hat, wie es bei den meisten Spielen der Serie der Fall ist, keine großartig tiefe Geschichte, sondern erzählt von klischeehaften Ereignissen, wie man sie in vielen älteren RPGs findet. Zusätzlich präsentiert uns Tales of Eternia ein Ladung unglaublich flacher, dämmlicher und nerviger Charaktere, die schon von Anfang an auf den Keks gehen. Stellenweise ist die Geschichte so schlecht geschrieben, dass man das Alter des Textschreibers auf höchstens zehn Jahre schätzen könnte.

Aber glücklicherweise dreht es sich bei Tales of Eternia weniger um die Story als um das Gameplay, welches wiederum gelungen ist. Die Spieler der bisherigen Tales of Spiele werden nichts Neues entdecken. Die klassischen Items, das klassische Kochsystem die klassischen Techniken und das klassische Actionkampfsystem sind wieder dabei.

Wenn der Spieler in einen Zufallskampf gerät, steuert er einen von insgesamt vier Charakteren gegen eine Horde Monster. Er kann mit seinem Charakter Laufen, Springen, Zuschlagen, Techniken ausführen und Zauber wirken. Über das Menü kann der Spieler auch anderen Mitgliedern der Party Befehle geben. Einziges wirklich erwähnenswertes Extra ist das Craymelsystem, in dem man die Craymels (Beschwörte Monster / Summons) fusionieren kann, um an neue Zauber zu kommen.

Die schnellen und teilweise beeindruckenen Kämpfe, machen das Gameplay wohl zum besten Teil des Spieles.

Der Soundtrack gleicht, wie es bei Sakuraba fast immer der Fall ist, den anderen OSTs beinahe identisch. Es gibt keine Lieder, die aus dem Spiel besonders hervorstechen oder die langfristig in Erinnerung bleiben. Es ist kein schlechter Soundtrack aber auch bei weitem kein guter.

Grafisch bietet Tales of Eternia schöne 2D Hintergründe und Charaktere. Sowohl die eigenen Figuren der Party als auch die Monster sind hervorragend animiert und auch die Zauber lassen sich blicken. Den Hintergrundbilder der Umgebung fehlt es zwar etwas an Detail, aber dafür sind sehr abwechslungsreich und farblich gut gestaltet.

Tales of Eternia lässt sich bedingt empfehlen. Wer einfach ein spaßiges Gameplay mit allerlei Sidequest möchte, ist mit Tales of Eternia hervorragend bedient. Spieler, die eine großartige Geschichte mit einem bombastischen Soundtrack haben wollen, sollten dem Spiel lieber fern bleiben. Die simple Geschichte, die flachen Charaktere, die grauenhafte englische Synchronisation und der mittelmäßige Soundtrack sind jedoch schwere Kritikpunkte.