.hack//Mutation

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Review

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Das Spiel

Mit .hack//Mutation geht Bandai in die zweite Runde ihrer vierteiligen RPG-Saga. Genau wie der erste Teil handelt es sich bei .hack//Mutation um ein simuliertes MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game). Ihr spielt sozusagen jemanden, der ein Online-RPG spielt.

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Die Story

Erneut schlüpft ihr in die Rolle von Kite, einem Spieler des weltweit erfolgreichen Online-Spiels „The World”, der weiterhin versucht, das Geheimnis des Spiels zu lüften, welches seinen Freund Orca in ein Koma fallen ließ. Im zweiten Teil muss Kite nicht nur gegen Daten-Bugs kämpfen, sondern wird auch noch von der System-Administration verfolgt. Jedoch findet Kite innerhalb des Spiels wieder viele neue Verbündete, unter anderem auch die Hackerin Helba, die Kite immer wieder durch sein Abenteuer führt. Wo die Story von .hack//Infection aufhört, knüpft Mutation nahtlos an. Wahrscheinlich ist die spannende Story das Herzstück .hacks. Natürlich ist sie mit keinem Final Fantasy zu vergleichen, jedoch fiebert man lange bis zum Ende mit. Das Konzept eines simulierten MMORPGs wurde sehr gut in Szene gesetzt. Man hat zum einen das Gefühl eines Online-Spiels und zum anderen spielt man die persönliche Geschichte eines Helden, die man nur in Offline-RPGs erlebt. Leider wird die Erzählung durch die freudlosen Dungeons gestört und dem Spieler wird die Handlung in zuweilen kurzen Häppchen serviert.

Innerhalb des Spiels schließen sich euch immer mehr Charaktere an, die alle verschiedene Persönlichkeiten aufweisen. Vom rechtschaffenen Ritter bis hin zum axtschwingenden Schulmädchen ist alles dabei. Habt ihr ihre Zuneigung gewonnen, erfahrt ihr durch E-Mails etwas über das wirkliche Leben der Spieler. Leider haben die meisten keine wirklich tiefgründige Persönlichkeit. Nur eine Handvoll ist gut in die Hauptstory integriert und nur einige davon machen während des Spiels eine Entwicklung durch. Wahrscheinlich liegt es daran, dass es so viele Charaktere gibt und mehr als die Hälfte davon nur Bonus-Charaktere sind.

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Gameplay

Hat man .hack//Infection durchgespielt, bietet Mutation die Möglichkeit, von der Memory Card sämtliche Charakter-Daten wie Level, Items, Ausrüstung, Freigeschaltetes und so weiter vom ersten Teil auf den zweiten Teil zu übertragen. Dieses Feature bietet jeder Titel. Doch lassen sich nur Daten vomdirekt vorangegangenen Teil übertragen. So ist es nicht möglich, Daten vom ersten zum dritten oder vierten Teil zu transferieren. Wer Infection nicht gespielt hat, kann einen neuen Spielstand aufmachen und steigt gleich ins Spiel ein.

Im Allgemeinen ist das Gameplay von .hack nicht sonderlich kompliziert. Sobald man das Spiel startet, landet man auf seinem Desktop. Dort kann man unter einzelnen Menü-Punkten seine E-Mails nachsehen, News empfangen, Wallpaper und Hintergrundmusik ändern, speichern und „The World” starten. Durch letzteren Menüpunkt erreicht man den Startbildschirm von „The World”, in dem man sich das Boardforum angucken - und sich natürlich in das Spiel einloggen kann, wo dann schließlich das eigentliche Spiel anfängt. In Mutation kann man neben den zwei aus Infection bekannten Servern nun auch einen neuen Server betreten. Man landet nach dem Einloggen in einer sogenannten Root-Town, die je nach Server anders aussieht, und andere Gegenstände zum Verkauf anbietet. Nur durch das Chaos-Gate, welches in jeder Root-Town steht, kommt man zur „Außenwelt” des Spiels. Nach der Eingabe von drei Schlüssel-Wörtern entsteht schließlich ein Feld, in das man sich nun teleportieren kann.

Durch Annähern an magische Portale, die überall in den Feldern und Dungeons verstreut sind, erscheint nun entweder eine Schatzkiste oder ein Monster. Die Kämpfe in .hack sind sehr einfach zu schlagen. Bei passender Reichweite kann man durch Drücken des X-Knopfes den Gegner mit der Waffe angreifen. Natürlich können die Charaktere auch Skills und Zauber benutzen. Die kann man durch Öffnen des Menüs anwählen, und auf einen Gegner zaubern, der im Sichtfeld ist. Da die Kämpfe in Echtzeit ablaufen, kann man die anderen Party-Mitglieder nicht selbst steuern. Man kann ihnen jedoch durch ein spezielles Menü Anweisungen geben. Dies ist vor allem für die Magier wirklich wichtig, da sie ohne Befehle nicht angreifen. Gelevelt wird normalerweise durch das Besiegen von Gegnern und Sammeln von Erfahrungspunkten. Das Praktische bei .hack ist, dass man, egal ob mit nur einem oder drei Charakteren, immer dieselben Erfahrungspunkte bekommt.

Anders als bei vielen RPGs lernt man die Skills nicht. Man kann sie nur durch die entsprechende Ausrüstung verwenden. Wenn man also eine neue Waffe ausrüstet, kann man nicht mehr die Skills der alten Waffe benutzen, aber dafür kann man über die Skills und Zauber der neuen verfügen. Dies ist jedoch kein wirkliches Problem, weil die besseren Ausrüstungen in der Regel auch bessere Fähigkeiten besitzen. Je nach Klasse kann man andere Rüstungen tragen. Zum Beispiel kann ein Wavemaster (Magier) nur die leichtesten Sachen tragen, während einem Heavy Axeman (Axtkämpfer) alle Rüstungen zur Verfügung stehen. Jedoch benutzt jede Klasse nur eine bestimmte Art von Waffen. Leider darf man die Klasse von Kite nicht selber aussuchen und muss einen Twin-Blade spielen, für den man nicht so leicht Ausrüstung bekommt wie für andere Klassen.

Die NPCs in .hack sind in diesem Fall Spieler von „The World”, mit denen man reden und sogar handeln kann. Durch das Handeln mit Items kommt man sehr leicht an gute Ausrüstung, wohingegen die Shops nur mittelmäßige Ware verkaufen. Das Handeln ist ein sehr wichtiges Element in .hack, da ihr nur so an gute Ausrüstung kommt, mit der ihr nicht nur euch selbst, sondern auch eure Mitstreiter einkleiden müsst. Im Allgemeinen findet ihr innerhalb von Feldern und Dungeons genug Gegenstände für den Handel, und auch Heilgegenstände, die sich in zerstörbaren Objekten in Dungeons verstecken. So ist es möglich, das Spiel durchzuspielen, ohne einen einzigen Heiltrank im Shop zu kaufen.

Minispiele sind in .hack nur rar. Man kann zum Beispiel ein Grunty (ein schweineähnliches Reittier) züchten, um mit ihm durch die Felder zu reiten, oder Rennen zu bestreiten. Dann kann man auch noch Tag mit Goblins spielen, wobei es sich dabei auch nur um einen sehr schnellen Gegner handelt, den man versuchen muss zu töten.

Das besondere Feature in .hack sind die beiden Skills Daten-Entzug und Tore-Hacken. Durch den Datenentzug kann man, wenn der Gegner geschwächt ist und das „OK” für den Daten-Entzug erscheint, die Daten der Gegner überschreiben, und sie somit schwächen. Dadurch werden die Kämpfe zwar einfacher, aber man erhält dann nur wenig Erfahrungspunkte und schwache Items. Die mit dem Virus infizierten Monster haben meist unendlich HP, wodurch man sie nicht besiegen kann. Benutzt man hingegen Daten-Entzug, wird der Daten-Bug enfernt und man kann das Monster auf herkömmliche Weise vernichten.

Nach einer bestimmten Anzahl an erfolgreichen Daten-Entzügen kann man eines der acht Ryu Bücher bekommen, wodurch man, durch Erfüllen bestimmter Bedingungen, Bonus-Gegenstände erhält, wie zum Beispiel Desktopbilder, Hintergrundmusik, Filme und Erweiterungen des Daten-Entzugs. Doch beim mehrmaligen Benutzen von Daten-Entzug steigt die Virusausbreitung des Charakters, wodurch er beim Daten-Entzug von unnatürlichen Zuständen befallen wird. Dies kann bis zum Level Verlust und sogar bis zum Game Over führen. Doch indem man mit Kite normale Gegner ohne Daten-Entzug besiegt, sinkt die Virus Ausbreitung auch wieder.

Mit der zweiten Fähigkeit, Tore zu hacken, kann man durch Benutzen bestimmter Viruskerne geschützte Gebiete betreten. Viruskerne erhält man durch Daten-Entzug bei bestimmten Monstern, doch ist es nicht immer sicher, dass man auch einen Viruskern kriegt, deshalb kann die Suche nach ihnen sehr anstrengend und nervtötend sein.

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Grafik & Musik

Im Punkt Grafik hat .hack nicht ganz so viel vorzuweisen wie andere RPG Kollegen seiner Zeit. Sie übersteigt zwar mangelnd, doch reicht es für ein sehr gut nicht aus. Insgesamt existieren im Spiel nur zwei Grafik-Modelle. Einmal die Spiel-Grafik, die wie der Name schon sagt, fast im ganzen Spiel sowie bei kleineren Dialogen angewendet wird. Das zweite Modell ist die Zwischensequenz-Grafik. Wobei hier erwähnt werden muss, dass es sich dabei nicht um FMV Sequenzen á la Final Fantasy VIII handelt. Wahrscheinlich ging dafür zu viel Speicherplatz für die Dungeons (insgesamt gibt es bis zu 2100 Stück!) drauf. Die Zwischensequenz-Grafik ist etwas besser als die normale Spielgrafik. Die Charaktere bewegen sich freier und haben auch Mimiken. Die Effekte sind jedoch ganz nett gemacht und passen sehr zum Rest des Spiels. So wurden oft Negativ- und Rausch-Effekte genutzt, da sich das Spiel nach wie vor im virtuellen Raum abspielt. Die Effekte wurden gut in Szene gesetzt und betonen die Virus und Daten-Entzug Elemente.

In puncto Musik kann das Spiel zwar nicht mit den Animes mithalten, doch bietet es auch vielerlei gute Stücke. Vor allem die Ereignis-Musik ist sehr atmosphärisch und prägend für das Spiel. Auch die Feld- und Dungeon-Musik ist recht nett anzuhören, bis auf einige sehr nervende Stücke, die einen zum Leiserstellen anspornen. Erwähnenswert sind zum einen die Chor- und Klavier-Stücke, die sehr melancholisch wirken und das Spiel im Positiven unterstreichen. Im Gegensatz zu diesen ruhigen Stücken gibt es noch die Boss-Musik der 8. Phasen, die auf Techno- und Elektro-Elemente setzt.

In Europa wird .hack mit englischer Sprachausgabe verkauft. Wahlweise kann man die Sprache auch auf Japanisch umstellen, sobald man das Spiel durchgespielt hat. Fast jede Szene wurde synchronisiert, wodurch man ein besseres Bild von den Emotionen der Helden bekommt. Die Synchronisation ist sehr gut ausgefallen. Obwohl sie ab und zu mal ein wenig übertrieben rüberkommt, passt jede Stimme zum Helden und ähnelt den japanischen Original-Stimmen.

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Der Anime

Auch in .hack//Mutation liegt wieder eine Folge der OVA Serie .hack//Liminality bei. Der Anime spielt parallel zum Spiel in der realen Welt und verfolgt eine Gruppe, welche die Folgen von „The World” in der wirklichen Welt untersucht. In der in Mutation beiliegenden Folge dreht es sich um Yuki, eine Spielerin von „The World”, die während eines Kino-Besuchs die Folgen des Spiels in Form eines Stromausfalls zu spüren kriegt. Der Anime bildet durch sein realistisches Design einen Kontrast zum Spiel, welches sehr fantasievoll und bunt gestaltet ist. Zeichnerisch befindet es sich auf hohem Niveau. Und wirklich bemerkenswert ist die Musik des Animes, die sich zwar einige Male wiederholt, einen jedoch immer wieder in den Bann zieht. Anders als in der ersten Folge wirkt der zweite Teil nicht besonders abgeschlossen und wirft noch mehr Fragen auf als bisher.

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Trailer

Fazit

.hack hätte ein sehr gutes RPG sein können, da es eine innovative Story und ein nettes Design besitzt. Wären da nicht die sich immer wiederholenden und langweiligen Dungeons und das lästige Sammeln der Viruskerne. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Kosten für das Offline MMORPG. Man muss nämlich jeden Teil der vierteiligen Saga für ca. 40-50€ einzeln kaufen.

Zudem bietet .hack nicht unbedingt viele Möglichkeiten für Entdecker. Es werden nur vier Bonus-Dungeons angeboten, und dadurch, dass das Spiel keine zusammenhängende Welt hat, entdeckt man nicht viel Neues. Ich möchte .hack bei weitem nicht schlecht reden, da mir das Spiel selber sehr gefallen hat. Doch bin ich auch ein sehr geduldiger Mensch und kann mit den langen Dungeons leben. Ganz persönlich fand ich die Story gut und im Zusammenhang mit den anderen .hack Medien doch sehr interessant. Wer sich durch die Kosten und das sich teils wiederholende Gameplay nicht stören lässt, für den ist .hack sicher ein lohnender Kauf.